Unterstützung Kataloniens Guardiola zu Geldstrafe verurteilt - wegen gelber Schleife

Für das wiederholte Tragen einer gelben Schleife hat der englische Verband Pep Guardiola zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Trainer akzeptierte - will jedoch weiterhin Solidarität mit Katalonien demonstrieren.

Pep Guardiola
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Pep Guardiola


Der englische Fußballverband (FA) hat City-Trainer Pep Guardiola zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Pfund verurteilt. Der Spanier hatte während der Pokalniederlage seines Teams bei Wigan Athletic eine gelbe Schleife an der Kleidung getragen, womit er seine Unterstützung für die Unabhängigkeit Kataloniens ausdrückt. Es war nicht das erste Mal, dass Guardiola das Symbol trug. Der Verband hatte bereits zuvor zwei formale Warnungen ausgesprochen.

Guardiola akzeptierte die Strafe für das "Tragen einer politischen Botschaft". Politische Symbole an der Kleidung widersprechen den Vorgaben der FA. Bereits im November hatte er gesagt, die Schleife aus Solidarität zu inhaftierten Politikern in seiner Heimat Katalonien anzustecken. Die beiden Separatistenführer Jordi Cuixart und Jordi Sànchez i Picanyol waren nach einem Unabhängigkeitsreferendum im Oktober festgenommen worden und sitzen bis heute im Gefängnis.

Im vergangenen Monat kündigte Guardiola an, er werde die gelbe Schleife trotz Bestrafung weitertragen. Es gehe "nicht um Politiker, sondern um Demokratie". Der Trainer hatte bereits in der Vergangenheit Auseinandersetzungen wegen seines Engagements für die Unabhängigkeitsbemühungen Kataloniens.

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insgesamt 17 Beiträge
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genugistgenug 09.03.2018
1. Schleife einfach umdrehen!
Dann hat er das Symbol der SNP (Scottish National Party) The Thistle. Komisch, als die englischen Spieler mit dem Poppy Symbol aufgelaufen sind, hat man sich sogar gegen die allmächtige FIFA gestellt. Doch nun herrscht der Verband selbst und da wird nach unten getreten. Poppies"-Affäre Fifa bestraft britische Fußballverbände Politische Botschaften mag die Fifa nicht, auch wenn sie gut gemeint sind. Dass die britischen Teams im November des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg gedachten, hat der Weltverband deshalb bestraft. http://www.spiegel.de/sport/fussball/poppies-affaere-fifa-bestraft-britische-fussball-verbaende-a-1126557.html
ambulans 09.03.2018
2. hey,
pep - wärst du doch in deutschland geblieben: da hättest du dich nämlich auf deutsches recht berufen können (gilt unterschiedslos für und gegen alle: dein ding ist ja "catalunya" - und nicht etwa "kurdistan", in allen derzeit bekannten spielarten?). also: gefällts dir eigentlich noch auf dieser insel - oder?
chickenrun1 09.03.2018
3. Bewundernswert
Bewundernswert, authentisch, geradlinig und solidarisch. Respekt Herr Guardiola, dass Sie für Ihre Landsleute eintreten, selbst wenn sich ganz Europa wegduckt. Demokratie wird eben nicht immer für gut geheißen, nur dann wenn es ins Konzept passt. Dafür sollte Brüssel die rote Karte sehen. Wenigstens Sie zeigen die gelbe.
Valis 09.03.2018
4. Die Schleife
gibt es auch zur Bekundung der Solidaritär zu Soldaten im Einsatz. Es gibt auch schwarze Binden und Schweigeminuten an denen sich die Spieler binden müssen. Aber bloß nicht eine eigene Sache öffentlich vertreten dürfen. Find ich Schwachsinn so fern es so dezent bleibt.
gantenbein3 09.03.2018
5. Was verspricht man sich eigentlich davon
dass SportlerInnen ihre politischen Ansichten nicht äußerlich zeigen dürfen, wie jede/r andere auch? Dass Sport unpolitisch sei, traf noch nie zu.
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