DFB-Nationalmannschaft Lahm rechtfertigt Kritik an Löw

Seine Kritik an Joachim Löw hat Unverständnis ausgelöst - besonders weil Philipp Lahm damit an die Öffentlichkeit ging. Nun hat er sein Vorgehen verteidigt: Er sehe sich in der Verantwortung "Diskussionen anzuregen".

Philipp Lahm
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Philipp Lahm


Philipp Lahm hat seine Kritik an Bundestrainer Joachim Löw bekräftigt. In einem Interview im "Handelsblatt" sagte der ehemalige Mannschaftskapitän, er habe das Recht dazu.

Auch die Veröffentlichung seiner Äußerungen auf Linkedin verteidigte er: "Als Ehrenspielführer und langjähriger Kapitän sehe ich mich auch in der Verantwortung, Diskussionen anzuregen. Ich habe meine Gedanken zur Verfügung gestellt, damit man da offen drüber reden kann", sagte Lahm.

Kritik an Lahms Äußerungen

Philipp Lahm hatte im Juli einen Beitrag auf Linkedin veröffentlicht, in dem er den "kollegialen Führungsstil" des Bundestrainers kritisierte. "Er müsse eine Kultur strafferer, klarerer Entscheidungen etablieren, als er selbst das gewohnt war", schrieb er.

Nachdem Joachim Löw sich gegen die Äußerungen Lahms gewehrt hatte, pflichteten ihm viele Fußballgrößen bei, darunter Rudi Völler, Stefan Effenberg und Jürgen Klopp. Klopp kritisierte Lahm vor allem für die Öffentlichkeit seiner Äußerungen. "Wenn du das zu sagen hast, als einer der deutschen Rekordnationalspieler, dann fahr da hin oder ruf einen an, und sag es ihnen", sagte er.

Lahm und Löw haben in Zwischenzeit telefoniert

"Klar, wenn man so etwas öffentlich macht, wird darüber gesprochen, und ich weiß, dass das nicht alle gut finden", sagte Lahm dem "Handelsblatt". Man müsse aber auch über ein Ereignis diskutieren dürfen, er wolle schließlich zum Nachdenken animieren. Auch künftig werde er weiter auf Missstände aufmerksam machen.

In der Zwischenzeit habe er bereits mit Löw telefoniert. Über die Inhalte werde er aber in der Öffentlichkeit nicht sprechen. Lahm hat gute Chancen bei der EM 2024 Chef des Organisationskomitees zu werden.

ans



insgesamt 6 Beiträge
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Top-Experte 24.08.2018
1. Gut so!
Der DFB & DFL sind quasi ein (Schweige-) Kartell und man deckt jeden noch so offensichtlichen Fehler von Löw...
nochnestimme 24.08.2018
2. Und sonst noch was, Herr Lahm?
Er wolle zur Diskussion anregen, aha! Das haben viele andere Experten auch schon gemacht. Lösungen wären besser. Wenn Lahm nicht mehr zu sagen hat, setze ich ihn zurück auf das Niveau der Herren Basler, Effenberg oder Loddar. Immerhin ist Lahm nun auserkoren als Topmanager des DFB für den Fall der EL 2024. Da darf er sich natürlich nicht gleich zu weit aus dem Fenster lehnen. Hätt er doch lieber geschwiegen...
zeisig 24.08.2018
3. Das wra keine konstruktive Kritik.
Löw müsse "seinen Führungsstil ändern", hat Lahm gesagt. Als könne sich ein Mensch von heute auf morgen ändern, ohne seine Authentizität und seine Stärken zu verlieren. Hätte er seine Ablösung gefordert, das wäre eine klare Position gewesen.
forky 24.08.2018
4. Löw
Zitat von zeisigLöw müsse "seinen Führungsstil ändern", hat Lahm gesagt. Als könne sich ein Mensch von heute auf morgen ändern, ohne seine Authentizität und seine Stärken zu verlieren. Hätte er seine Ablösung gefordert, das wäre eine klare Position gewesen.
Löw war eigentlich schon nicht mehr tragbar, als der den Job annahm und einen Spielerberater als Manager hatte. Er hätte das in der Folge korrigieren müssen. So konnte EIN Spielerberater im Mannschaftshotel ein- und ausgehen. Seine Autorität hat er verloren, als er sich lässig wie ein Pinup-Girl an die Laterne fotografieren ließ. Als Trainer des Titelverteidigers während einer WM mit Fehlstart des Temas. Der Typ ist entrückt und bei ihm scheint was schief zu laufen.
peterpretscher 24.08.2018
5. Lahm‘s Kritik war zu lahm:
Zitat von forkyLöw war eigentlich schon nicht mehr tragbar, als der den Job annahm und einen Spielerberater als Manager hatte. Er hätte das in der Folge korrigieren müssen. So konnte EIN Spielerberater im Mannschaftshotel ein- und ausgehen. Seine Autorität hat er verloren, als er sich lässig wie ein Pinup-Girl an die Laterne fotografieren ließ. Als Trainer des Titelverteidigers während einer WM mit Fehlstart des Temas. Der Typ ist entrückt und bei ihm scheint was schief zu laufen.
Lahm hätte den Rücktritt fordern müssen, nach dem Flop bei der WM in Rußland! Aber mit Grindel als Präsident, der zuvor den Vertrag mit Sonnenbrillen-Nivea-Jogi, um Jahre verlängert hatte, ist so etwas nicht möglich! Also, weitermachen wie zuletzt!
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