Rassismus-Vorfälle im DFB-Pokal Polizei ermittelt gegen Chemnitzer Profi

Ein Gästespieler wurde mit Affenleuten verhöhnt, Rauchbomben wurden gezündet: Chemnitz' Pokalspiel gegen Dresden geriet im August außer Kontrolle. Nun ermittelt die Polizei gegen einen CFC-Spieler, der zudem vom Verein suspendiert wurde. Um wen es sich handelt, ist bisher nicht bekannt.

Chemnitzer Profis: Ausschreitungen beim Pokalspiel gegen Dresden
DPA

Chemnitzer Profis: Ausschreitungen beim Pokalspiel gegen Dresden


Hamburg - Die skandalösen Vorkommnisse beim DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden könnten für den Drittligisten Chemnitzer FC weitere Folgen nach sich ziehen. Der Verein teilte mit, einen Spieler vom Trainings- und Spielbetrieb suspendiert zu haben.

"Nach den Vorfällen beim DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden ermittelt die Polizei auch gegen unseren Spieler. Daher haben wir ihn vorerst freigestellt", bestätigte CFC-Geschäftsführer Lutz Fichtner. Im Rahmen der Pokalbegegnung am 20. August, das Dresden 3:0 gewann, hatten Chemnitzer Chaoten mehrere Rauchbomben gezündet. Die Partie musste deshalb nach einer Stunde Spielzeit für sieben Minuten unterbrochen werden.

Zudem war der Dresdner Spieler Mickael Poté diskriminiert worden. "Einige Chemnitzer Fans haben Affengeräusche gemacht. So etwas hat hier nichts zu suchen, aber ich habe die richtige Antwort gegeben", sagte Poté damals, der im Spiel einmal getroffen hatte.

Was dem Spieler, der sich bei der Begegnung nicht im Kader befand, konkret vorgeworfen wird, ist nicht bekannt. Die Polizei wollte auf Anfrage keine "detaillierten Auskünfte" zum Stand der Ermittlungen und "einzelnen Personen" abgeben.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Chemnitz wegen der Vorkommnisse zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro verurteilt. Der Club hat dem Urteil bereits zugestimmt.

leh/sid



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