Krawalle in Regionalliga Polizei ermittelt nach Randale von Babelsberg

Naziparolen, Feuerwerkskörper, Platzsturm: Das Regionalligaspiel zwischen dem SV Babelsberg und Energie Cottbus geriet zeitweilig komplett aus den Fugen. Die Polizei ermittelt gegen zahlreiche Übeltäter.

Fans von Energie Cottbus (Archivbild)
DPA

Fans von Energie Cottbus (Archivbild)


Nach den gewalttätigen Krawallen beim Regionalligaspiel SV Babelsberg gegen Energie Cottbus laufen die Ermittlungen der Polizei. 19 Strafanzeigen waren nach der Partie in Babelsberg am Freitag, die zweimal unterbrochen werden musste, aufgenommen worden. 13 Beschuldigte seien namentlich bekannt, sagte ein Polizeisprecher. Darunter seien Cottbuser und Babelsberger Fans. Eine Person sei verletzt worden. Die Strafanzeigen lauten unter anderem auf Landfriedensbruch, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

Der SV Babelsberg 03 sprach in einer Stellungnahme auf seiner Homepage von "volksverhetzenden und menschenverachtenden Artikulationen aus dem Gästeblock". Die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" hatten berichtet, dass im Cottbuser Bereich mehrmals der Hitlergruß gezeigt worden sei.

Das Viertligaspiel in Babelsberg war in der ersten Halbzeit minutenlang unterbrochen worden, weil Pyrotechnik aus beiden Fanblöcken gezündet worden war und zehn Cottbuser Fans auf den Fußballplatz stürmten. Die Fans wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie erneut unterbrochen, weil Cottbuser Fans über Zäune kletterten und Pyrotechnik gezündet wurde. Die Lausitzer verloren die Partie 1:2.

aha/dpa



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