Rabiater Einsatz auf Schalke: Fananwälte fordern Kennzeichnung von Polizisten

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Rabiater Einsatz auf Schalke: Fananwälte fordern Konsequenzen

Die Aufregung über den Polizeieinsatz in der Schalker Fankurve hat sich auch zwei Tage nach der Champions-League-Partie gegen Saloniki noch nicht gelegt. Die Arbeitsgemeinschaft Fananwälte verlangt, Konsequenzen zu ziehen: Polizisten müssten individuell gekennzeichnet sein.

Hamburg - Nach dem umstrittenen Einsatz im Playoff-Spiel der Champions League zwischen dem Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Paok Saloniki (1:1) hat die sogenannte AG Fananwälte die bundesweite Einführung einer individuellen Kennzeichnung von Polizeibeamten gefordert. "Das Verhalten ist den einzelnen Beamten nicht zuzuordnen, da diese alle gleich aussehen und mangels individueller Kennzeichnung auf der Uniform durch nichts zu unterscheiden sind", heißt es in einer Mitteilung.

Am Mittwoch seien Polizisten "in Kampfanzügen in einen vollbesetzten Zuschauerblock eingedrungen" und hätten "unter anderem lebensgefährliches Pfefferspray aus kurzer Distanz eingesetzt", kritisierte die AG. "Dabei wurde eine Vielzahl an Personen teilweise schwer verletzt."

In Berlin wurde die Kennzeichnung mit deutlich lesbaren individuellen Nummern an den Uniformen bereits eingeführt, eine bundesweite Regelung gibt es bislang allerdings noch nicht. In einigen Bundesländern sei "die Einführung in Koalitionsverträgen beschlossen, aber noch immer nicht umgesetzt", monierte die AG.

aha/sid

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insgesamt 102 Beiträge
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1. Dann aber auch umgekehrt
schwachewade 23.08.2013
und die "Ultras" tragen ebenfalls sichtbar eine Kennzeichnung zur Identifizierung.
2. Kosten
klaremeinung 23.08.2013
Zuerst einmal müssten die Veranstalter für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen. Dieser Fussball-Fan-Schwachsinn kostet den Bürger jedes Wochenende Millionen Euro.
3.
fussball11 23.08.2013
Zitat von schwachewadeund die "Ultras" tragen ebenfalls sichtbar eine Kennzeichnung zur Identifizierung.
Ultras werden verhaftet wenn sie gegen Gesetze verstoßen, Polizisten gedeckt und anonymisiert .
4. Längst überfällig!
annibertazeh 23.08.2013
Die individuelle Kennzeichnung von Polizisten, sei's bei Demos, solchen Stadioneinsätzen oder ganz allgemein im täglichen Dienstgeschehen ist längst überfällig!
5. Kennzeichnung ein alter Hut
Lauffeuer 23.08.2013
Zitat von sysopDie Aufregung über den Polizeieinsatz in der Schalker Fankurve hat sich auch zwei Tage nach der Champions-League-Partie gegen Saloniki noch nicht gelegt. Die Arbeitsgemeinschaft Fananwälte verlangt Konsequenzen aus dem Vorfall: Polizisten müssten individuell gekennzeichnet sein. Polizeieinsatz von Schalke: Fananwälte fordern Konsequenzen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/polizeieinsatz-von-schalke-fananwaelte-fordern-konsequenzen-a-918212.html)
Die Forderung nach Kennzeichnung von Polizeibeamten ist ein alter Hut. Neu wäre doch, müssten sich die Krawallmacher kennzeichnen. Kennzeichnend ist nämlich, dass diese erst durch die Anonymität und dem Schutz der Gruppe zu solchen "Helden" werden. Um seine Meinung kund zu tun, gibt es andere Mittel als anonym Randale anzuzetteln. Die Fans sind freiwillig im Stadion und bezahlen dafür sogar noch ordentlich Eintritt. Ich glaube nicht, dass einer der Polizisten freiwillig und gerne, die Wochenende und Freizeit mit seiner Familie opfert, um sich mit den wild gewordenen Horden von Fans auseinander zu setzen. Also kennzeichnet die Fans, so dass die Familie und der Arbeitgeber sieht, wie der tolle Hecht seine Freizeit verbringt. Strafverfolgung wäre so ganz einfach, auch die Schäden und Verschmutzungen in den Zügen von und zu den Spielen ließen sich so leichter dem Verursacher zuordnen. Natürlich ist das nicht durchführbar und in meinen Augen ebenso absurd wie die einzelne persönliche Kennzeichnung von Polizisten. Was schnell und einfach zu erreichen wäre, ist die millionenschweren Vereine endlich an den Kosten in entsprechendem Umfang zu beteiligen. Wer zig Millionen für einen Spieler ausgeben kann um tausende Fans ins Stadion zu locken, muss es sich auch leisten können, für deren Sicherheit zu bezahlen.
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