EM 2012: Iniesta ist bester Spieler des Turniers

Der Europameister stellt auch den besten Akteur: Die Uefa hat Andrés Iniesta zum herausragendsten Spieler der EM gewählt. Cesare Prandelli wird seine Arbeit mit der "Squadra Azzurra" fortsetzen. Und: In Frankreich könnte der Weg für Didier Deschamps als Nationaltrainer dagegen frei sein.

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Mittelfeldspieler Iniesta: Nachfolger von Xavi

Hamburg - Spaniens Mittelfeldstar Andrés Iniesta ist von der Europäischer Fußball-Union (Uefa) zum besten Spieler der EM-Endrunde in Polen und der Ukraine gekürt worden. Der Offensivspieler des FC Barcelona rundete damit den Erfolg der spanischen Europameister ab. Er wurde Nachfolger seines Landsmanns und Club-Kollegen Xavi, der die Auszeichnung bei der EM 2008 erhalten hatte.

Die Spanier hatten im Finale einen 4:0-Sieg gegen Italien gefeiert. Sie verteidigten damit als erste Mannschaft erfolgreich ihren EM-Titel und holten als erstes Land bei drei großen Turnieren in Folge die Trophäe.

Prandelli bleibt Nationalcoach

Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli bleibt auch nach der 0:4-Niederlage im EM-Endspiel gegen Spanien im Amt. Das erklärte der 54-Jährige in Kiew und kündigte ein Gespräch mit Giancarlo Abete, dem Präsidenten des nationalen Fußballverbandes FIGC, an.

"Meine Zukunft ist schon bestimmt, auch wenn es Zeiten gab, in denen ich nicht sicher war. Aber ich hatte niemals ein Problem mit dem Verband, wir haben ein tolles Verhältnis. Die Nationalmannschaft ist ein schwieriges, aber faszinierendes Projekt. Dieses Projekt muss weitergehen, wir wollen es vorantreiben", sagte Prandelli.

Prandelli hatte nach der WM 2010 das Amt als Nationaltrainer der "Squadra Azzurra" von Marcello Lippi übernommen. Vor dem Finale hatte er trotz eines Vertrags bis zur WM 2014 in Brasilien seine Zukunft offen gelassen.

"Wir werden versuchen, ihm die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen, damit er seine positive Arbeit fortsetzen kann", sagte Verbandspräsident Abete.

Deschamps bald neuer Nationaltrainer?

Der frühere Welt- und Europameister Didier Deschamps ist als Trainer von Olympique Marseille zurückgetreten und könnte damit die Nachfolge von Laurent Blanc als Nationaltrainer Frankreichs antreten. "Olympique Marseille und Didier Deschamps haben sich darauf geeinigt, ihre Zusammenarbeit in der Saison 2012/2013 nicht fortzusetzen", teilten beide Parteien auf der Internetseite des Clubs mit.

Der 43-Jährige war 1998 Kapitän der französischen Weltmeistermannschaft und gilt als Kandidat für die Nachfolge Blancs, der am Samstag nach dem vorzeitigen EM-Aus als Trainer der "Equipe Tricolore" zurückgetreten war. Deschamps hatte Olympique 2009 übernommen und den Club in der ersten Saison zum nationalen Titel geführt. Zuvor hatte er als Trainer für den AS Monaco und Juventus Turin gearbeitet.

joe/sid/dpa

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