100 Punkte für Pep Guardiola Liverpool wieder in der Champions League

Aufatmen an der Anfield Road: Noch vor dem Finale gegen Madrid weiß Jürgen Klopp, dass Liverpool auch nächste Saison in der Königsklasse spielt. Mo Salah stellte einen Torrekord auf, in London fielen neun Treffer.

Dejan Lovren
Getty Images

Dejan Lovren


Liverpool - Brighton & Hove Albion 4:0 (2:0)

Champions-League-Teilnahme gesichert, Torjägertitel für Mohamed Salah: Liverpool hat bereits vor dem großen Finale gegen Real Madrid die wichtigsten Saisonziele erreicht. Die Mannschaft von Jürgen Klopp brauchte nur einen Punkt gegen Brighton, um sicher vor Chelsea zu bleiben. Salah beruhigte die Fans nach Vorarbeit von Dominic Solanke mit dem 1:0 (26. Minute). Dejan Lovren erhöhte noch vor der Pause nach einer Flanke von Andrew Robertson mit einem Kopfball auf 2:0 (40.). Nach dem Seitenwechsel schloss Solanke einen Konter mit einem Traumtor in den rechten Winkel ab (53.). Robertson erhöhte in der 85. Minute auf 4:0. Da war Salah schon ausgewechselt. Aber seine 32 Ligatore stellen auch so einen neuen Rekord in 38 Premier-League-Spielen dar und reichten, um Harry Kane auf Distanz zu halten.

Olivier Giroud (Chelsea) kann es nicht fassen
AP

Olivier Giroud (Chelsea) kann es nicht fassen

Newcastle United - Chelsea 3:0 (1:0)

Selbst wenn Liverpool verloren hätte, hätte es für die Reds für einen Champions-League-Platz gereicht, denn Konkurrent Chelsea verlor überraschend deutlich in Newcastle. Dwight Gayle erzielte das erste Tor für die Gastgeber in der 23. Minute, nachdem Chelsea-Keeper Thibaut Courtois einen Kopfball von Jacob Murphy nicht festhalten konnte. Ayoze Pérez erhöhte auf 2:0 (59.) und markierte dann auch noch das 3:0 (63.). Chelsea spielt in der kommenden Saison nur in der Europa League - und das wohl ohne Trainer Antonio Conte, dessen Amtszeit an der Stamford Bridge nach dem Verpassen der Top 4 vor dem Ende stehen soll.

Southampton - Manchester City 0:1 (0:0)

Einen Punkt brauchte Southampton noch zur endgültigen Rettung. Den holten die Saints in einem mäßigen Sommerkick gegen Meister Manchester City zwar nicht, aber da Konkurrent Swansea parallel verlor, durften die Anhänger des Klubs trotzdem nach Abpfiff feiern. Das tat auch Pep Guardiola nach dem Tor von Gabriel Jesus in der Nachspielzeit, denn damit hatte City die Marke von 100 Punkten in dieser Saison erreicht - das war noch keinem englischen Erstligisten je gelungen.

Swansea City - Stoke City 1:2 (1:2)

An Stelle von Southampton steht Swansea City als dritter Absteiger neben Stoke City und West Bromwich Albion fest. Andy King brachte die Waliser zwar in Führung (14.), aber Badou Ndiaye (31.) und Peter Crouch (41.) drehten das Spiel noch vor der Pause. Besonders bitter für die Swans: Der walisische Lokalrivale Cardiff City steigt gleichzeitig auf.

Ein Arsenal-Fan
Getty Images

Ein Arsenal-Fan

Huddersfield Town - Arsenal 0:1 (0:1)

Nach 22 Jahren ist die Ära Arsène Wenger bei Arsenal endgültig vorbei. Auch die Fans von Aufsteiger Huddersfield zollten dem französischen Trainer Respekt, als sie sich in der 22. Minute von den Sitzen erhoben und Wenger symbolisch applaudierten. Zum Abschied seiner Amtszeit gewann Arsenal sogar mal wieder auswärts - zum ersten Mal im Jahr 2018. Pierre-Emerick Aubameyang traf nach 38 Minuten nach Vorlage von Aaron Ramsey.

Manchester United - Watford 1:0 (1:0)

Im letzten Spiel seiner Karriere durfte Kapitän Michael Carrick noch einmal in der Startelf von United ran. Eine Woche vor dem FA-Cupfinale gegen Chelsea siegte Manchester auch in der Liga noch einmal. Marcus Rashford traf nach 34 Minuten - nach einem langen Pass von Carrick.

Erik Lamela
Getty Images

Erik Lamela

Tottenham Hotspur - Leicester City 5:4 (1:2)

Auch in London gab es einen Abschied: Tottenham Hotspur spielte zum letzten Mal ein Heimspiel im Wembley-Stadion, bevor die neue Arena an der White Hart Lane zur neuen Saison bezugsfertig sein wird. Zum Ausklang sahen die Fans im Nationalstadion ein munteres Spiel mit neun Toren.

Jamie Vardy brachte die Gäste in der vierten Minute nach einem Freistoß von Riyad Mahrez mit einem Kopfball in Führung. Nur drei Minuten später glich Harry Kane nach einem Ballgewinn von Lucas Moura aus. Mahrez traf nach einer Viertelstunde zur erneuten Gästeführung, diesmal war Vardy der Vorbereiter (16.). Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Kelechi Iheanacho auf 1:3 (47.), Erik Lamela verkürzte für die Spurs (49.). In der 54. Minute gelang Lamela dann sogar der Ausgleich, wobei Christian Fuchs den Ball noch entscheidend abfälschte. Lamela brachte die Spurs nach Vorarbeit von Kyle Walker-Peters dann sogar in Führung (60.), bevor erneut Vardy ausglich (73.). In der 76. Minute gelang Harry Kane sein zweites Tor des Tages und das 30. der Premier-League-Saison. Ein persönlicher Rekord für den englischen Nationalstürmer - aber zwei Tore hinter Salah.

Burnley - Bournemouth 1:2 (1:0)
Crystal Palace - West Bromwich Albion 2:0 (0:0)
West Ham United - Everton 3:1 (1:0)

rae



insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Lichtenbruch 13.05.2018
1. Prima Kloppo
Freut mich für Liverpool und dem guten Klopp. Seit dem denkwürdigen CL-Finale 2005 bin ich zumindest Liverpool-Sympathisant. Weiter so! Viellicht ist ja mal wieder die Meisterschaft drin.
Pela1961 13.05.2018
2. Ich kann ja
zur Not verstehen, wenn man Guardiolas Art nicht unbedingt mag. Aber eines muss man auf jeden Fall anerkennen: er bringt bisher jede seiner Mannschaften auf ein bis dahin unbekanntes Leistungsniveau. Erst Barca, dann München und jetzt Manchester City. Und das auch noch mit einem wunderbaren Fußball. Schade, dass er sich in München nicht mehr überreden ließ. Ich bin gespannt, was er im nächsten Sommer macht, wenn er die drei Jahre, die er selbst mal als Frist genannt hat, auch in Manchester erreicht hat. Paris?
exekias 13.05.2018
3. CL Quali
Liverpool ist noch nicht in der CL-Gruppenphase, muss sich erst über die Qualifikation dafür qualifizieren...
meresi 14.05.2018
4. Karlsruhe
Zitat von Pela1961zur Not verstehen, wenn man Guardiolas Art nicht unbedingt mag. Aber eines muss man auf jeden Fall anerkennen: er bringt bisher jede seiner Mannschaften auf ein bis dahin unbekanntes Leistungsniveau. Erst Barca, dann München und jetzt Manchester City. Und das auch noch mit einem wunderbaren Fußball. Schade, dass er sich in München nicht mehr überreden ließ. Ich bin gespannt, was er im nächsten Sommer macht, wenn er die drei Jahre, die er selbst mal als Frist genannt hat, auch in Manchester erreicht hat. Paris?
Nein, nicht Paris. Er hat sich vorgenommen den FC Karlsruhe wieder in die Bundesliga zu führen um dort gleich im 1. Jahr Meister zu werden. Im Jahr danach, ja so ist es, dann Gewinn der CL u. nochmals der Meisterschaft sowie DFB Pokal. Das alles nur, um all den Nörglern die ständig behaupten er hat ja immer eine fertige Arbeit vor sich das Gegenteil zu beweisen.
spadoni 14.05.2018
5. Pela1961
Bei der "Art und Weise" wie ManCity diese Saison die Meisterschaft einfahren konnte, ist das keine grosse Leistung und kann keinesfalls als Geniestreich Guardiolas gewertet werden. Denn Dank der zur Verfügung stehenden Geldmittel, hätte das jeder andere, annehmbare Trainer auch geschafft. Und wenn Sie Guardiola, als ex-Bayern Trainer, noch so sehr verehren!! Gut ist, dass es für das angestrebte Ziel der Sponsoren aus Abu Dhabi, die Champions League, dann doch nicht gereicht hat.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.