Premier League Liverpool lässt Punkte liegen

Nach der Niederlage von Manchester City hätte der FC Liverpool in der Premier League davonziehen können. Doch gegen Leicester kamen die Reds nicht über ein Unentschieden hinaus. Chelsea erlebte ein Debakel.

Mohamed Salah (l.) und seine Mitspieler sind frustriert
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Mohamed Salah (l.) und seine Mitspieler sind frustriert


Nach sechs Premier-League-Heimsiegen in Folge musste sich der FC Liverpool gegen Leicester City mit einem 1:1 (1:1) begnügen. Damit verpasste es das Team von Jürgen Klopp, die Tabellenführung auf sieben Punkte auszubauen. Der Tabellenzweite Manchester City hatte am Dienstag überraschend 1:2 bei Newcastle United verloren. Durch das Unentschieden hat Liverpool jetzt fünf Punkte Vorsprung auf die Citizens.

Die Reds waren perfekt in die Partie gegen Leicester gestartet. Nach nicht einmal zwei Minuten traf Sadio Mané mit einem gezielten Flachschuss ins lange Eck zum 1:0. Kurz darauf hatte Liverpool die Möglichkeit, die Führung auszubauen, doch Roberto Firmino scheiterte mit einem Schuss aus spitzem Winkel an Leicester-Torwart Kasper Schmeichel (6. Minute).

In der Folge fanden die Gäste besser ins Spiel und kamen unmittelbar vor der Pause zum Ausgleich. Im Anschluss an einen Freistoß schoss der aufgerückte Verteidiger Harry Maguire aus kurzer Distanz zum 1:1 ein (45.+2). In der zweiten Hälfte hätte Liverpool sogar in Rückstand geraten können, doch Torwart Alisson verhinderte ein Eigentor von Firmino mit starker Reaktion auf der Linie (52.).

Jürgen Klopp ist bedient
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Jürgen Klopp ist bedient

Wenig später hätte der Tabellenführer eigentlich einen Elfmeter bekommen müssen, als Naby Keita im Strafraum von Ricardo Pereira zu Fall gebracht wurde. Doch Schiedsrichter Martin Atkinson ließ weiterspielen (56.). So blieb es bei der Punkteteilung.

Chelsea-Debakel in Bournemouth

Der FC Chelsea hat im Kampf um die Champions-League-Plätze eine überraschende und vor allem überraschend deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Beim AFC Bournemouth verloren die Blues 0:4 (0:0). Joshua King (47. und 75.), David Brooks (63.) und Charlie Daniels (90.+4) erzielten die Tore für Bournemouth.

Chelseas neuer Mittelstürmer Gonzalo Higuaín blieb bei seinem Debüt ohne Torschuss und wurde in der 65. Minute ausgewechselt. Trotz der Pleite bleibt Chelsea mit 45 Punkten Tabellenvierter - das allerdings nur dank des um einen Treffer besseren Torverhältnisses im Vergleich zum punktgleichen FC Arsenal auf Rang fünf. Manchester United lauert mit zwei Punkten Rückstand auf dem sechsten Platz.

Tottenham bleibt dran

Der große Sieger des 24. Spieltags heißt Tottenham Hotspur. Das Team von Mauricio Pochettino gegen den FC Watford einen 0:1-Pausenrückstand durch zwei späte Tore in einen 2:1-Heimsieg gedreht. Heung-Min Son (80.) und Fernando Llorente (87.) trafen für die Spurs. Craig Cathcart hatte Watford in Führung gebracht (38.).

Durch den Erfolg hat der Tabellendritte Tottenham den Rückstand auf Manchester City auf zwei Punkte sowie auf Spitzenreiter Liverpool auf sieben Punkte verkürzt. Im Titelrennen sind die Spurs dennoch krasser Außenseiter, zumal mit Harry Kane und Dele Alli zwei ihrer besten Offensivspieler mehrere Wochen verletzt ausfallen.

Alle Ergebnisse des 24. Spieltags im Überblick:
FC Arsenal - Cardiff City 2:1 (0:0)
Fulham FC - Brighton and Hove Albion 4:2 (0:2)
Huddersfield Town - FC Everton 0:1 (0:1)
Wolverhampton Wanderers - West Ham United 3:0 (0:0)
Manchester United - FC Burnley 2:2 (0:0)
Newcastle United - Manchester City 2:1 (0:1)
AFC Bournemouth - FC Chelsea 4:0 (0:0)
FC Southampton - Crystal Palace 1:1 (0:1)
FC Liverpool - Leicester City 1:1 (1:1)
Tottenham Hotspur - FC Watford 2:1 (0:1)

mmm



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Seite 1
golfstrom1 31.01.2019
1. Liverpool
Ich habe mir das Spiel gestern angeschaut und muss sagen, dass die Premier-League wirklich eine ganze Nummer stärker ist als die Bundesliga. Auch an den Niederlagen von Chelsea und ManCity gegen Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld oder gar Abstiegsbereich hat man gesehen wie schwer jedes Spiel in der Premier-League ist. Es gibt kaum wirklich schlechte Teams. Fast alle Teams haben technisch gute Spieler in ihren Reihen, die jederzeit für Torgefahr sorgen können. Liverpool hat nicht wirklich schlecht gespielt und hatte auch einige Phasen im Spiel dabei mit beeindruckenden Ballstafetten. Was fehlte war die ständige Torgefahr im letzten Drittel und auch eine gewisse Stabilität in der Abwehr. Beide Innenverteidiger wirkten gestern nicht immer sicher.
pjotrmorgen 31.01.2019
2. More Money
Zitat von golfstrom1Ich habe mir das Spiel gestern angeschaut und muss sagen, dass die Premier-League wirklich eine ganze Nummer stärker ist als die Bundesliga. Auch an den Niederlagen von Chelsea und ManCity gegen Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld oder gar Abstiegsbereich hat man gesehen wie schwer jedes Spiel in der Premier-League ist. Es gibt kaum wirklich schlechte Teams. Fast alle Teams haben technisch gute Spieler in ihren Reihen, die jederzeit für Torgefahr sorgen können. Liverpool hat nicht wirklich schlecht gespielt und hatte auch einige Phasen im Spiel dabei mit beeindruckenden Ballstafetten. Was fehlte war die ständige Torgefahr im letzten Drittel und auch eine gewisse Stabilität in der Abwehr. Beide Innenverteidiger wirkten gestern nicht immer sicher.
In Wirklichkeit sind nur die ersten 5-6 Clubs der Premier League finanzstark und haben deshalb entsprechend bessere Spieler als die Bundesliga. in der BL können da der BVB und FCB durchaus mithalten, dann dünnt es sich schon stärker aus. Ein simples Beispiel wie stark auch der Tabellenletzte der BL ist: das 3:3 von Düsseldorf beim FCB. so etwas müsste ja völlig unmöglich sein, wenn Ihre Thesen stimmen würden. Ab Platz 6-7 (über die Jahre gesehen) sind die PL-Clubs teilweise sogar schwächer als die BL-Clubs auf vergleichbaren Plätzen, reines Kanonenfutter für die von Milliardären, Scheichs und Oligarchen gefütterten Geldmaschinen. Das generell schlechte Abschneiden der Premier League-Clubs in Champions und Europa League gemessen an der Finanzkraft sollte zu denken geben.
briancornway 01.02.2019
3. Kräfteverhältnisse
Zitat von pjotrmorgenIn Wirklichkeit sind nur die ersten 5-6 Clubs der Premier League finanzstark und haben deshalb entsprechend bessere Spieler als die Bundesliga. in der BL können da der BVB und FCB durchaus mithalten, dann dünnt es sich schon stärker aus. Ein simples Beispiel wie stark auch der Tabellenletzte der BL ist: das 3:3 von Düsseldorf beim FCB. so etwas müsste ja völlig unmöglich sein, wenn Ihre Thesen stimmen würden. Ab Platz 6-7 (über die Jahre gesehen) sind die PL-Clubs teilweise sogar schwächer als die BL-Clubs auf vergleichbaren Plätzen, reines Kanonenfutter für die von Milliardären, Scheichs und Oligarchen gefütterten Geldmaschinen. Das generell schlechte Abschneiden der Premier League-Clubs in Champions und Europa League gemessen an der Finanzkraft sollte zu denken geben.
City und Liverpool haben in dieser Saison aber auch schon Punkte gegen Hinterbänkler liegen gelassen. Solche "Anomalien" gibt es in jeder Liga. Was für Ihre These der Asymmetrie in der PL spricht, ist die Lücke von 10 Punkten zwischen Platz #6 und #7 und die 26 Punkte zwischen #1 und #7. In der BuLi ist das der Abstand von #1 bis #12. Dennoch müssten die 10 Spiele gegen die anderen 5 Topklubs genügend Training geben für ein besseres Abschneiden in CL / EL, und immerhin kam letztes Jahr ein Finalist aus der PL.
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