Probleme in der Kommunikation Premier League verzichtet auf Videobeweis

In England haben sich die Videobeweis-Kritiker durchgesetzt: Auch in der kommenden Saison verzichtet die Premier League auf technische Unterstützung für den Schiedsrichter. Bemängelt wird fehlende Transparenz.

In England wird weiter ohne VAR entschieden
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In England wird weiter ohne VAR entschieden


Die Premier League verzichtet als einzige große europäische Fußballliga auch in der kommenden Saison auf den Videobeweis. Das entschieden die 20 Klubs der höchsten englischen Liga. Stattdessen soll der "VAR" (Video Assistant Referee) in der Spielzeit 2018/2019 weiter getestet werden.

Damit setzten sich die Videobeweis-Kritiker durch, die vor allem die unzureichende Kommunikation im Stadion und für die Zuschauer an den TV-Bildschirmen anprangern. Das System soll bis zum Ende der kommenden Saison verbessert werden, dann wird erneut über eine Einführung für 2019/2020 diskutiert. Getestet wird der Videobeweis - wie auch schon in dieser Saison - unter anderem im FA Cup und im Ligapokal. Die dabei erzielten Ergebnisse stellten die Klubeigner nicht zufrieden.

In der Bundesliga sehen sich die Befürworter des Videobeweises ebenfalls massiver Kritik ausgesetzt, trotzdem hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) gemeinsam mit den Vereinen die Beibehaltung der Technologie beschlossen. Der VAR wird auch bei der WM 2018 in Russland eingesetzt, wie auch in der spanischen, italienischen und französischen Liga.

krä/sid



insgesamt 4 Beiträge
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tobiwithyou 13.04.2018
1. Gerade in Grossbritannien,
wo schon jahrelang der Videobeweis im Rugby angewendet wird, versperrt man sich diesem beim Fussball?
aurichter 13.04.2018
2. Ich begrüsse
die Entscheidung der FA und würde mir wünschen, dass diese Hilfskrücke in der BL auch wieder entfernt wird. Die Schiedsrichter in DE haben eigentlich immer einen guten Job gemacht, der jetzt durch diese VAR Einrichtung grundsätzlich in Frage gestellt wird. Wir werden es sehen bei der WM18, dass dadurch mehr Konfusion verursacht wird, als dass es helfen wird. Irgendwann kommen dann die Technikfetischisten auf die Idee den Unparteiischen nur noch durch Technik zu ersetzen, womit dann das Emotionale aus dem Spiel komplett eliminiert wird. Schreckliche Vorstellung.
mr-mucki 14.04.2018
3. die Begründung ist interessant
aus Transparenzmangel wird auf die Einführung verzichtet. also genau jenes Problem welches der VAR in der BL hat und welches zu dem hohen Frust der Fans und Vereine führt. das sollte den DFB und der DFL zu denken geben.
immerfroh 14.04.2018
4.
Das ist doch weniger ein Kommunikationsproblem als ein Anwendungsproblem. Der VAR wird doch nicht besser wenn man das gesamte Prozeder öffentlich macht. Er wird beliebig eingesetzt, zieht nicht selten trotzdem falsche Schlüsse, verunsichert Spieler und Publikum. Man hat den VAR nach meiner Meinung vorschnell eingeführt ohne die Konsequenzen ausführlich zu überdenken. In England macht man diesen Fehler jetzt nicht. Fälschlicherweise halten das viele für Rückständigkeit. Aber besser ist es beim Alten zu bleiben als eine unausgegorene Neuerung durchzupeitschen.
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