Attacke auf ManUnited-Stürmer "Van Persie hätte getötet werden können"

Sir Alex Ferguson war empört: "Er hat Glück, noch am Leben zu sein", sagte der Trainer von Manchester United. Was war passiert? Seinem Stürmer Robin van Persie war an den Hinterkopf geschossen worden - obwohl das Spiel schon unterbrochen war.

AFP

Hamburg - Tabellenführer Manchester United hat im Meisterkampf der Premier League einen Rückschlag erlitten. Beim Tabellen-Elften Swansea City spielte die Mannschaft von Trainer Sir Alex Ferguson nur 1:1 (1:1). Es war zugleich das erste Unentschieden der Saison für die "Red Devils" und das Ende einer fünf Spiele anhaltenden Siegesserie.

Patrice Evra hatte die Gäste schon in der 16. Minute mit einem Kopfballtor in Führung gebracht. Doch nur 13 Minuten später glich Michu für das Team aus Wales aus. Es war bereits der 13. Saisontreffer für den Spanier, der damit die Torjägerliste in der Premier League anführt. In der 67. Minute hatte Manchester Pech, als Robin van Persie an der Latte scheiterte.

Für Aufregung sorgte aber eine andere Szene. In der 75. Minute wurde van Persie von Swansea-Spieler Nathan Dyer gefoult und ging zu Boden. Schiedsrichter Michael Oliver gab direkt einen Freistoß, doch Swanseas Kapitän Ashley Williams spielte weiter und schoss den Ball aus kurzer Distanz an den Hinterkopf von van Persie.

Williams sah die Gelbe Karte, nicht genug für United-Trainer Ferguson: "In der Situation sieht man deutlich, dass er hätte getötet werden können", sagte er dem TV-Sender Sky Sport News. "Williams sollte für lange Zeit gesperrt werden. Das war die gefährlichste Szene, die ich seit Jahren auf einem Fußballplatz gesehen habe." In einem Interview mit der BBC ergänzte Ferguson: "Robin hat Glück, noch am Leben zu sein. Er hätte sich sein Genick brechen können."

Swansea-Trainer Michael Laudrup sagte: "Solche Situationen können in Fußballspielen passieren. In dem Moment wird man wütend, aber hinterher gibt man sich die Hand und es geht weiter."

Bereits am Samstag hatte Verfolger und Stadtrivale Manchester City 1:0 gegen den FC Reading gewonnen. Damit verkürzten die "Citizens" (39) ihren Rückstand auf den Tabellenführer auf vier Punkte. Auf Rang drei liegt vorerst der FC Arsenal (30), der allerdings noch vom FC Chelsea (29) überholt werden kann. Der Champions-League-Sieger trifft am Nachmittag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Aston Villa.

leh/sid



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