Premier League Historische Niederlage für Mourinho - Tottenham siegt in Old Trafford

Der Saisonstart ist endgültig verpatzt: Manchester United hat am dritten Spieltag bereits die zweite Niederlage kassiert. Am Ende schien sich José Mourinho vom Publikum zu verabschieden.

José Mourinho
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José Mourinho


Manchester United steckt in einer sportlichen Krise: Am dritten Spieltag der englischen Premier League verlor der Rekordmeister gegen Tottenham Hotspur nach einer schwachen zweiten Hälfte 0:3 (0:0). Harry Kane (50. Minute) per Kopf und Lucas Moura (52./84.) entschieden die Partie zugunsten der Spurs. Für Tottenham war es ein besonderer Auswärtssieg. Traditionell sahen die Spurs im Old Trafford immer schlecht aus.

United musste im dritten Saisonspiel bereits die zweite Niederlage hinnehmen. In der Vorwoche hatte das Team von Trainer José Mourinho überraschend 2:3 bei Brighton & Hove Albion verloren.

Dabei zeigten sich die Red Devils gegen die Spurs deutlich verbessert und spielten vor allem in der ersten Hälfte sehenswerten Offensivfußball. Romelu Lukaku vergab die größte Chance, als er Tottenhams Torhüter Hugo Lloris umkurvte und den Ball anschließend aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbeischoss (17.). Die Gäste konnten mit dem torlosen Remis zur Pause zufrieden sein - und waren nach Wiederbeginn gnadenlos effizient.

Lucas Moura
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Lucas Moura

Kane köpfte den Ball nach einer Ecke zur Führung ins Tor (52.), kurz darauf verwertete Moura eine Flanke von Christian Eriksen (54.). In der Schlussphase erhöhte der Brasilianer sogar noch auf 3:0 (84.). Damit fügten die Gäste Mourinho die höchste Heimniederlage in seiner Trainerlaufbahn zu.

In der Schlussphase waren von den Rängen spöttische Gesänge in Richtung Mourinho zu hören. "You are no longer special" war dabei noch der freundlichste Chant. Später war auch deutlich zu vernehmen: "Sacked in the morning, you're getting sacked in the morning" ("Du wirst morgen gefeuert"). Allerdings dürften es die Spurs-Anhänger gewesen sein, die den gegnerischen Trainer auf diese Weise provozieren wollten. Viele United-Fans waren zu diesem Zeitpunkt schon nach Hause gegangen.

Nach der Partie applaudierte Mourinho den verbliebenen Zuschauern und schien sich vom Publikum zu verabschieden - für immer? Das werden die kommenden Tage und Wochen zeigen. In den sozialen Netzwerken erfreute sich der Hashtag #MourinhoOut in jedem Fall großer Beliebtheit. Als Wunschkandidat für die Nachfolge des Portugiesen wurde von den Fans immer wieder Zinédine Zidane genannt.

Tottenham ist nun eines von insgesamt vier Teams mit neun Punkten. Die Londoner sind punktgleich mit dem FC Watford, dem FC Chelsea und Jürgen Klopps FC Liverpool. Manchester City musste sich am Samstag überraschend mit einem Unentschieden gegen die Wolverhampton Wanderers begnügen.

bam



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
Markus Frei 28.08.2018
1. Rekordverdächtig
Mourinho hat in den ersten 3 Ligaspielen sage und schreibe 22 Spieler eingesetzt. Also ein klares Konzept sieht anders aus. Zum Vergleich, Chelsea 15 , Liverpool 14, City 16. Natürlich ist die Rotation gerade in der der englischen Liga sehr wichtig, schon alleine wegen der enormen Anzahl von Spielen, aber sowas macht man nicht in den ersten 3 Spielen, da geht es vorrangig darum Stabilität und Sicherheit zu bekommen.
meresi 28.08.2018
2. Was für ein Spiel
unglaublich. manU drückt in der 1. HZ, nicht in der Lage in Führung zu gehen. Dann, bum, bum gleich nach Wiederbeginn und die Spurs führen mit 2 Treffern, am Schluß dann noch ne Draufgabe um den Gegner zu zeigen wo der Bartl den Most holt
hamburger.jung 28.08.2018
3.
Er WILL endlich entlassen werden und absahnen. Wetten, er produziert jetzt irgendeinen Eklat?
Papazaca 28.08.2018
4. Sein letzter großer Job
Das Mourinho die Saison bei ManU nicht zu Ende bringen wird, dürfte fast jedem klar sein. Vielleicht will er es auch nicht, wie damals bei Real. Danach ist aber etwas anders: Mou war bei fast allen großen Clubs. Und ist nie lange geblieben. Und es gab oft einen lauten Abgang. Die Marke Mou ist inzwischen so beschädigt, das dies vielleicht sein letzter großer Job war. Es hat einen Hauch von Wut, aber auch von Tragik!
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