Premier League Rooney-Schock bei Chelsea-Party

Lange zeichnete es sich ab, nun ist es auch rechnerisch offiziell: Der FC Chelsea hat seinen Meistertitel vorzeitig verteidigt. Bei Manchester United sorgt man sich derweil um Wayne Rooney. Dessen WM-Teilnahme ist nach einem Mittelfußbruch in Gefahr.


London - Durch ein 3:0 (1:0) gegen Verfolger Manchester United holte der FC Chelsea den noch nötigen Punkt zur Titelverteidigung. Damit erfüllte das Team von Trainer José Mourinho bereits vor den abschließenden zwei Ligaspielen wenigstens das Minimalziel, nachdem in der Champions League bereits im Achtelfinale gegen den FC Barcelona Endstation war. Auch im englischen FA-Cup hatte Chelsea vor einer Woche das Finale verfehlt. Pech hatte Manchesters Stürmer Wayne Rooney. Der 20-Jährige verletzte sich bei einem Tackling von Chelseas Paulo Ferreira in der 78. Minute am rechten Knöchel und musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden.

Chelsea -Kapitän Terry: Titel vorzeitig verteidigt
DPA

Chelsea -Kapitän Terry: Titel vorzeitig verteidigt

"Wir wissen nicht, wie schlimm es ist. Man macht sich immer Sorgen, wenn ein junger Spieler einen solchen Schlag einstecken muss. Ich hoffe nur, dass es nicht so schlimm ist", erklärte ManU-Coach Sir Alex Ferguson. Bei Rooney, der auf Krücken in den Mannschaftsbus stieg, wurde nach einer Untersuchung in der Nacht ein Mittelfußbruch diagnostiziert. Der englische Nationalspieler wird etwa sechs Wochen ausfallen. Ob die Verletzung bis zum Beginn der Fußball-WM am 9. Juni ausheilt, steht noch nicht fest.

Im Spitzenspiel hatte Abwehrspieler William Gallas nach einem Eckball von Frank Lampard schon nach fünf Minuten das 1:0 für die Londoner erzielt. Auf der Gegenseite vergab Rooney (22.) die beste Gelegenheit zum Ausgleich in der ersten Hälfte. Im zweiten Durchgang demonstrierte der FC Chelsea seine derzeitige Ausnahmestellung im englischen Fußball. Joe Cole (61.) und Ricardo Carvalho (73.) beseitigten durch ihre Treffer die letzten Zweifel über ein mögliches Scheitern auf der Zielgerade zum dritten Titelgewinn des Clubs.

Damit ging wie im Vorjahr ein wenig spannendes Titelrennen in England zu Ende. Nach 36 Partien verfügt der Cub von Öl-Milliardär Roman Abramowitsch über einen Zwölf-Punkte-Vorsprung auf den 15-maligen Titelträger aus Manchester. "ManU" muss nun sogar um die direkte Champions-League-Qualifikation bangen. Der FC Liverpool liegt nach dem 3:1 gegen Aston Villa punktgleich mit den "Red Devils" auf Platz 3, Liverpool hat allerdings im Gegensatz zu Manchester (zwei) nur noch eine Partie zu absolvieren.

Der deutsche Nationalspieler Robert Huth musste sich bei der Titelvergabe wieder einmal mit der Zuschauerrolle begnügen. Der Verteidiger stand nicht einmal im 16-köpfigen Kader der Londoner.

Im Gegensatz zu den Champions-League-Plätzen ist die Abstiegsfrage in England bereits geklärt. Neben dem FC Sunderland müssen West Bromwich Albion und Birmingham City den Gang in die Zweite Liga antreten.

kob/sid/dpa



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