Pressestimmen zur Champions League "Es war furchtbar, diese blinde Kraft der Bayern zu ertragen"

Die internationale Presse ist sich einig: Das Halbfinale in der Champions League sah in Real Madrid einen mehr als glücklichen Sieger: "Die Fußballgötter tragen ein Trikot in den Farben der Merengues."

Robert Lewandowski (l.), Keylor Navas
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Robert Lewandowski (l.), Keylor Navas


SPANIEN

"Sport": "Der Fußball bleibt jenes Spiel, in dem Elf gegen Elf antreten und der Schiedsrichter sich immer zum Vorteil von Madrid vertut. (...) Verdient haben sie es nicht. Weder im Hin- noch im Rückspiel. Sie waren weder besser als die Bayern noch besser als Juventus."

"Marca": "Kiew schreibt man mit "K". Genauso wie Karim. Und wie Keylor. Ihnen hat es Real Madrid zu verdanken, sich zum dritten Mal in Folge für das Finale der Champions League qualifiziert zu haben."

"Mundo Deportivo": "In der Mannschaft muss sich noch vieles bessern, wenn sie die Trophäe in den Händen halten wollen. Die letzten drei Spiele in Europa des Teams von Zidane waren wirklich schlecht und nur ihre Willenskraft sowie das Glück und einige Schiedsrichterentscheidungen haben ihm das Leben gerettet."

"El Mundo": "Madrid fährt nach Kiew, wir danken Dir, Herr. Wenn es kein höheres Wesen geben sollte, dann muss es das Schicksal sein, das in diese Mannschaft verliebt ist."

"AS": "Es war furchtbar, diese blinde Kraft der Bayern zu ertragen, diese unaufhörlichen Angriffe, mit dem Herz in der Hand. (...) Die Auswahl Zidanes, die Magie des Bernabéu in der Champions League, die Inspiration von Benzema, die Reflexe von Keylor ... Damit ist Madrid ins Finale von Kiew eingezogen, aber die Mannschaft musste dafür einen Horror durchleiden."

ENGLAND

"The Independent": "Bayern-Fans werden zur Schmerzbewältigung auf ihre Krankenliste am Tag des Spiels verweisen: Manuel Neuer, Arjen Robben, Jérôme Boateng, Kingsley Coman, Arturo Vidal, Javi Martínez. Der Kontrapunkt ist aber, dass es in ihren Händen lag. (...) Obwohl es nur ein schwacher Trost sein wird, es war ihr elektrisierender Ansatz über 180 Minuten, der als elektrisierendes Spektakel in Erinnerung bleiben wird."

"The Guardian": "Für Bayern waren 39 Torschüsse in zwei Spielen weniger ausschlaggebend als drei Geschenke (für Real Madrid), eines größer als das andere. Dieses Mal waren es Corentin Tolissos Rückpass und Sven Ulreichs Panikmoment, die ihnen teuer zu stehen kamen. Ein Fehler, der Franz Beckenbauers Vermutung Glaubwürdigkeit verleiht, dass die Bayern einen Komplex haben, wenn es gegen Real geht. Dabei schien es lange so, als würden sie darüber wegkommen."

"The Telegraph": "Die Sorte von Torhüter-Patzer von Sven Ulreich, die einen Amateurfußballer erschaudern ließe, hatte Karim Benzema eines seiner beiden Tore eingebracht. Aber ansonsten war das alles der Gewieftheit Reals geschuldet. Ronaldo hätte nicht unauffälliger sein können."

Madrids Spieler jubeln
DPA

Madrids Spieler jubeln

ITALIEN:

La Repubblica: "Madrid ist mächtig. Aber wenn der Videoassistent auch in der Champions League eingesetzt würde, wäre Real jetzt nicht im Finale in Kiew."

"Gazzetta dello Sport": "Am Ende kommt immer Madrid weiter. Zidanes Team leidet wie verrückt, verteidigt sich mit den Zähnen, wird belagert, spielt nicht besonders gut. Aber Real kommt dennoch zum dritten Mal in Folge ins Finale. (...) Auch für Bayern ein monströses Spiel, so viele Emotionen und Chancen, Fehler, Spannung und Pathos."

"Corriere dello Sport": "Die Deutschen haben es auf jedmögliche Art probiert, sie haben zeitweise auch die Gegner dominiert. Am Ende gab es das einzige Lamentieren über die fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters."

ÖSTERREICH:

"Kurier": "Bayerns Sturmlauf blieb unbelohnt. Ein Schiedsrichter-Fehler oder ein schwerer Patzer von Tormann Ulreich weniger - und Deutschlands Serien-Meister wäre nicht unverdient ins Finale eingezogen."

"Kronen Zeitung": "Das war nichts für schwache Nerven! Real Madrid hatte nach dem 2:1-Sieg im Halbfinal-Hinspiel der Champions League schwer zu kämpfen, dreht im Bernabéu Stadion gegen Bayern München erst ein 0:1 in ein 2:1 um."

SCHWEIZ:

"Tages-Anzeiger": "Bayerns Kampf nicht belohnt. In einem epischen Halbfinal scheitern die Bayern an sich und dem überragenden Real-Keeper Navas."

"Blick": "Ulreich-Bock kostet den Bayern die Final-Teilnahme. Real Madrid steht zum dritten Mal in Serie im Champions-League-Final! Das Halbfinal-Rückspiel gegen die Bayern? Fußball vom Feinsten: Ein krasser Ulreich-Bock, vier Tore und eine Elfmeter-Debatte. Alles, was das Fußball-Herz begehrt."

FRANKREICH:

"L'Équipe": "Real läuft übers Wasser. (...) Man muss auch den Mut, die Kühnheit und das Talent des FC Bayern loben, der nicht weit davon entfernt war, die erträumte Heldentat zu vollbringen."

"Le Parisien": "Das Szenario der Champions League 2018 schien vorgeschrieben zu sein. Die Fußballgötter tragen ein Trikot in den Farben der Merengues. (...) Dabei hatten die Bayern in diesem Jahr das Undenkbare geschafft. Zweimal 90 Minuten überstehen, ohne ein einziges Tor von Cristiano Ronaldo zu kassieren (...). Aber dabei hatten sie nicht mit dem Messias Benzema gerechnet. (...) Der frühere Lyon-Spieler war der Mann des Spiels, allgegenwärtig an der Angriffsfront und verfügbar im defensiven Rückzug."

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Champions League: Wenn zwei Tore in Madrid nicht reichen

TSCHECHIEN:

"Pravo": "Bayern muss sich nach dem Halbfinale der Champions League genauso ungerecht behandelt fühlen wie die Fußballer von Juventus Turin nach dem Viertelfinalduell im Santiago-Bernabéu-Stadion in Madrid vor drei Wochen. Wer weiß, wie das jetzige Spiel ausgegangen und wer ins Finale gekommen wäre, wenn der türkische Schiedsrichter Çakir ein Handspiel Marcelos in der Nachtspielzeit der ersten Spielhälfte mit einem Elfmeter geahndet hätte."

"Blesk": "Bereits in der dritten Minute schießt der deutsche Meister das erste Tor. Später tut das Team im Stadion von Madrid alles für eine große Wende. Doch am Ende lachen die Stars von Real."

sak/dpa



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