Pressestimmen zur EM-Gruppe D: "Kassai - ein neues Schimpfwort"

Die Empörung ist groß: Nach dem EM-Aus der eigenen Mannschaft hadert die ukrainische Presse mit Schiedsrichter Viktor Kassai und dem nicht gegebenen Tor von Marko Devic. England feiert seinen Siegtorschützen Wayne Rooney. In Frankreich wird die Niederlage gegen Schweden als "völliges Versagen" gesehen.

Schiedsrichter Kassai: Reguläres Tor der Ukraine nicht gegeben Zur Großansicht
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Schiedsrichter Kassai: Reguläres Tor der Ukraine nicht gegeben

Pressestimmen zum Spiel England gegen Ukraine (1:0):

ENGLAND

The Sun: "Oh yes, der Riese ist zurück! Wayne Rooney mag ein bisschen rostig gewesen sein, aber er hat uns ins Viertelfinale geköpft. Wer würde jetzt noch gegen England wetten?"

Daily Mail: "Bringt uns Italien! Rooney feuert Hodgsons Helden ins Viertelfinale - jetzt geht es gegen Balotelli und Co."

Mirror: "Der englische Traum lebt nach einem dramatischen Finale gegen die Ukraine! Die Fans feiern bis tief in die Nacht. Ein Triumph, inspiriert von Rooneys Haarverpflanzung. England ist weiter, weil der Torrichter einen fetten Bock geschossen hat."

Telegraph: "Der Riese Rooney und die Glücksgöttin sind zurück. Lady Luck zwinkert den Engländern zu. Das Geistertor ist die Wiedergutmachung für 2010."

UKRAINE

Sport Ukraine: "Die Schiedsrichter stahlen Devic ein Tor und der Ukraine den Sieg über England. Unsere Fußballer unterlagen den Engländern in einem ebenbürtigen Kampf mit einer hinreichenden Anzahl von Tormöglichkeiten und sogar einem Tor, das jedoch von der Schiedsrichterbrigade nicht anerkannt wurde."

Segodnia: "Die Ukraine verlässt die EM. Kassai - ein neues Schimpfwort. Wir haben verloren, der ungarische Schiedsrichter hat ein klares Tor von Devic nicht gegeben."

Podrobnosti: "EM-Aus für die Ukraine wegen eines Schiedsrichter-Fehlers. Die Wiederholung hat deutlich gezeigt, dass der Ball die Torlinie überschritten hatte. Wie konnte das passieren? Ob der Fußball-Gott England das von Lampard bei der WM 2010 gegen Deutschland erzielte und nicht gegebene Tor zurückgeschenkt hat? Der Einsatz von Schewtschenko war wie ein letztes Stoßgebet, aber es blieb beim 0:1."

Fakty I Kommentarii: "Am Ende das Aus, doch es gibt Niederlagen, für die man sich nicht schämen muss. Bei all unserem Wunschdenken - wir haben bisher noch nicht das Niveau europäischer Top-Mannschaften erreicht."

Pressestimmen zum Spiel Frankreich gegen Schweden (0:2):

SCHWEDEN

Aftonbladet: "Zlatan - ein Kunsttor, ein historisches Traumtor! Ein Sieg gegen das unbesiegbare Frankreich bei einer bereits verlorenen EM. Unwichtig? Absolut! Aber nur, wenn man glauben will, dass Hoffnung und Liebe nichts wert sind. Da hatten wir unseren Fußball! Da hatten wir einen Grund, auf dem wir WM-Träume bauen können."

Dagens Nyheter: "Zlatans Traumvolley schenkte uns den Sieg, vielleicht das schönste Tor der EM, das Meisterwerk der EM. Zlatan schraubte seine 100 Kilo in die Luft und traf mit seinem Weltklassevolley perfekt. Ein schöner Sieg, der Glauben an die Zukunft bringt. Das war hoffentlich nicht das Ende, sondern ein Neubeginn."

Expressen: "Zlatans Tor, seine Volleykanone, war ein Kunstwerk. Zlatan war magnifique in allen drei Spielen, ein moderner Heerführer. Aber Schweden hatte einem anderen Schweden zu danken für den starken Auftritt gegen Frankreich: Abwehrgeneral Olof Mellberg."

FRANKREICH

L'Equipe: "Les Bleus kommen ohne jeden Glanz weiter. Die Spieler müssen ihre Einstellung ändern. Sie durften zwar verlieren, aber dass sie sich diesen Luxus erlaubt haben, könnte sie noch teuer zu stehen bekommen."

Le Monde: "Frankreich mogelt sich durch die Hintertür ins Viertelfinale. Les Bleus wurden von Schweden in jeder Hinsicht dominiert und haben ihr schlechtestes Spiel dieses Turniers gezeigt, das den soliden Sieg gegen die Ukraine vergessen macht und die Serie von 23 Spielen ohne Niederlage beendet hat. Zlatan Ibrahimovic war schon ausgeschieden. Aber er hat mehr Willen gezeigt als die ganze französische Mannschaft, die sich früh mit einem glanzlosen Weiterkommen zufrieden gab."

Le Parisien: "Les Bleus haben im letzten Vorrundenspiel völlig versagt. Nun gehen sie ohne Sicherheit ins Spiel gegen Spanien. Laurent Blanc hat trotzdem seine Mission erfüllt, sein Vertrag sollte verlängert werden."

mib/sid

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