Champions League BVB-Fans prügelten sich um Halbfinalkarten

Prügeln für den Lieblings-Club: Weil sie unbedingt beim Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid dabei sein wollten, sind Fans von Borussia Dortmund an den Vorverkaufsstellen aufeinander losgegangen. BVB-Boss Watzke sieht seinen Club in der Schuld und kündigt Konsequenzen an.

Gedränge vor der BVB-Geschäftsstelle: "Unfassbarer Ansturm"
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Gedränge vor der BVB-Geschäftsstelle: "Unfassbarer Ansturm"


Hamburg - Es ist das Halbfinal-Hinspiel der Champions League, Borussia Dortmund gegen Real Madrid, und die Nachfrage nach den Tickets ist so groß, dass sich BVB-Fans sogar um die Tickets geprügelt haben. "Wir haben den unfassbaren Ansturm unterschätzt. Das müssen wir uns auf die Fahnen schreiben", sagte Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, der Deutschen Presse-Agentur.

In der Nacht zum Dienstag war es an verschiedenen Vorverkaufsstellen in Dortmund zu Auseinandersetzungen und Ausschreitungen zwischen BVB-Anhängern gekommen, die auf eine Karte gehofft hatten. Nach der Ankündigung des Clubs, ab Dienstagmorgen um 8.30 Uhr ein bestimmtes Ticket-Kontingent für das Spiel gegen Real am 24. April (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) an den üblichen Vorverkaufsstellen anzubieten, hatten dort einige Fans seit Sonntag campiert. Es gab "tumultartige Zustände an den Vorverkaufsstellen des BVB", wie die Dortmunder Polizei mitteilte.

Da an einigen Schaltern in der Innenstadt kein Sicherheitsdienst eingesetzt worden war, hatte die Polizei seit Mitternacht immer wieder einschreiten müssen. Inzwischen hat sich die Lage wieder beruhigt, das Spiel ist mit 66.829 Zuschauern ausverkauft. Künftig werde der Verein "bei solchen Spielen keinen freien Vorverkauf mehr anbieten", sagte Watzke. "Wir werden unsere Lehren daraus ziehen." So solle zugleich der Ticket-Schwarzmarkt bekämpft werden.

Nach Recherchen der "Ruhr Nachrichten" sollen Online-Tickethändler Studenten angeheuert haben, um frühzeitig an Tickets zu kommen. Diese sollten später gewinnbringend weiterverkauft werden.

ham/dpa

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