Trainer in Southampton Hasenhüttl geht in die Premier League

Ralph Hasenhüttl hat einen neuen Job. Der ehemalige Leipzig-Coach soll den FC Southampton aus der Abstiegszone führen. Es ist eine ungewöhnliche Entscheidung für einen Klub aus der Premier League.

Ralph Hasenhüttl
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Ralph Hasenhüttl


Der FC Southampton will mit Ralph Hasenhüttl zurück in die Erfolgsspur. Der Klub aus der Premier League galt seit dem Aufstieg 2012 als das konstanteste und erfolgreichste Team hinter den großen Klubs. Doch seit der vergangenen Saison bleibt der Erfolg aus, nach dem knapp erreichten Klassenerhalt 2018 stehen die Saints in dieser Spielzeit auf einem Abstiegsplatz.

Deswegen wurde der bisherige Trainer Mark Hughes nach dem 2:2 gegen Manchester United beurlaubt, ab dem kommenden Spieltag trägt nun Hasenhüttl die Verantwortung. Der Österreicher erhält in Southampton einen Vertrag bis 2021. Beim wichtigen Abstiegsduell in Cardiff am kommenden Samstag sitzt Hasenhüttl erstmals auf der Bank, am Abend beim Spiel gegen Tottenham wird Interimstrainer Kelvin Davies die Mannschaft betreuen.

Jürgen Klopp erklärt englischen Journalisten, wie der Name von Ralph Hasenhüttl ausgesprochen wird - das Video:

In seiner Zeit beim FC Ingolstadt und bei RB Leipzig hat sich der 51 Jahre alte Hasenhüttl einen Ruf als Trainer mit einer kompromisslosen Umschaltphilosophie erarbeitet. Ob er das im Abstiegskampf der Premier League sofort umsetzen kann, wird sich zeigen, aber genau deshalb hat Southampton den Coach verpflichtet.

"Dieser Trainerwechsel ermöglicht uns einen Neustart, und Ralph hat sich sehr schnell als der ideale Kandidat herausgestellt", sagte Klubchef Ralph Krueger, ein ehemaliger deutscher Eishockey-Nationalspieler: "Als Trainer verkörpert er die Leidenschaft, Struktur, Kommunikationsfähigkeiten, Arbeitseinstellung und das Streben nach Wachstum, das wir in Southampton anstreben."

Ein Abstieg in die Championship genannte zweite Liga hat für englische Klubs fatale finanzielle Auswirkungen, deshalb wird bei bedrohten Klubs häufig auf routinierte und mit der Arbeitsweise der Premier League vertraute Trainer gesetzt. Southampton geht nun den anderen Weg, auch weil die Nachwuchsakademie einen exzellenten Ruf genießt und Hasenhüttl wieder vermehrt eigene Talente ins Profiteam integrieren soll.

krä/sid



insgesamt 4 Beiträge
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Nonvaio01 05.12.2018
1. der abstieg von Southampton
liegt mit dem weggang von Ronal Koeman zusammen. Als er ging fing der abstieg an.
panzerknacker 51 05.12.2018
2. Gut gewählt
Hasenhüttlist eine gute Wahl, wenn auch sehr "unpopulär". Aber das war der Horst Hrubesch ja auch mal ...
meresi 05.12.2018
3. Mr. Harecot
goes PL. finally...Da freut sich schon die österreichische Schreibzunft darauf, wie ein kleines Kind vor Weihnachten. Na gut, auch die deutsche Presse wird in den ersten Wochen ihre Monokel auf ihn richten um über Erfolg oder Scheitern schreiben zu können. Ich wünsch ihm alles Gute...work your way up, over there
Germanus 06.12.2018
4. Sollte der nicht zum FC Bayern?
Das haben doch die ganzen Experten hier im Forum geschrieben! Auf niemanden kann man sich mehr verlassen!
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