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Rapport beim Trainer Breno entschuldigt sich für Twitter-Ärger

Verteidiger Breno: Erst getwittert, dann entschuldigtZur Großansicht
dapd

Verteidiger Breno: Erst getwittert, dann entschuldigt

Klärendes Gespräch: Bayerns Verteidiger Breno hat sich bei Trainer und Mannschaft für seine Vorwürfe via Twitter entschuldigt. Der Verein mache "eine Sauerei mit mir", hatte sich der Brasilianer dort beklagt. Club-Chef Karl-Heinz Rummenigge beließ es bei einer Verwarnung.

Hamburg/München - Verwarnung für Breno, mehr aber nicht: Der Brasilianer musste nach seinen öffentlichen Vorwürfen gegen den Verein am Vormittag zum Rapport bei Bayern-Trainer Jupp Heynckes antreten, bat den Coach und später auch die Mannschaft um Entschuldigung. "Es war nur ein Missverständnis, mehr möchte ich dazu nicht sagen", sagte Breno SPIEGEL ONLINE.

"Ich würde Breno für sein Verhalten die leicht Gelbe Karte geben", sagte Club-Boss Karl-Heinz Rummenigge, Konsequenzen gibt es für den 22-Jährigen keine. "Die Spieler müssen wissen, was sie von sich geben und verantwortungsvoll mit Dingen wie Twitter und Facebook umgehen", so Rummenigge weiter.

Breno hatte zuvor im Gespräch mit Heynckes zugegeben, öffentlich seine Unzufriedenheit über seine Situation beim FC Bayern München kundgetan zu haben. "Was für eine Phase ich durchmache. Bayern macht eine Sauerei mit mir", hatte der Innenverteidiger auf Portugiesisch beim Kurznachrichtendienst Twitter unter dem Account "Breno Borges@Breshow02" geschrieben. Inzwischen ist der Eintrag gelöscht.

Hintergrund für Brenos Äußerung dürfte sein, dass er am Sonntag nicht zum Kader des Bundesliga-Tabellenführers beim 4:0-Sieg im Testspiel beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt zählte. Stattdessen war er tags zuvor in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen. "Breno sollte in der zweiten Mannschaft Spielpraxis bekommen, das hat ihm der Trainer auch erklärt. Aber er hat irgendetwas falsch verstanden", sagte Rummenigge.

"Dieser Twitter-Eintrag passt nicht in sein Gesamtkonzept"

Für die Zukunft ermutigte er seinen Verteidiger: "Der Trainer macht ihm Hoffnung, dass er es wieder in den Kader der ersten Mannschaft schaffen kann. Der Trainer hat mir gesagt, dass er sehr gut trainiert, er hat Idealgewicht, was nicht immer der Fall war, und der Ehrgeiz ist da."

Der vor vier Jahren für zwölf Millionen Euro verpflichtete Innenverteidiger hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für den FC Bayern bestritten. Nach einer langwierigen Knieverletzung hat Breno erst zu Jahresbeginn wieder Anschluss gefunden. "Er ist wieder voll in der Gruppe", sagte Heynckes.

Brenos Vertrag läuft am Saisonende aus. Seine sportliche Zukunft ist offen, ebenso der Ausgang im Fall seines Hausbrandes Ende vergangenen Jahres. Ein möglicher neuer Vertrag sei aktuell "nicht das Thema", hatte Sportdirektor Christian Nerlinger im Trainingslager in Katar gesagt: "Breno muss jetzt sportlich die nächsten Schritte machen." Breno hat auf seiner Position in den deutschen Nationalspielern Holger Badstuber und Jérôme Boateng sowie dem Belgier Daniel van Buyten starke Konkurrenz beim Rekordmeister.

trn/luk/dpa

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