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Rassismus in Russland: Affenlaute gegen Zenit-Profi Hulk

Erneuter Rassismusvorfall im russischen Fußball: Der brasilianische Nationalspieler Hulk ist von den Fans des Gästevereins Spartak Moskau übel beleidigt worden. Der russische Verband reagierte schnell.

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Stürmer Hulk von Zenit St. Petersburg: In Russland rassistisch beschimpft

Hamburg - Der russische Fußball wird erneut von einem Rassismusvorfall erschüttert. Der brasilianische Nationalspieler Hulk von Champions-League-Teilnehmer Zenit St. Petersburg wurde am vergangenen Samstag von Fans des Gästevereins Spartak Moskau übel beleidigt.

Hulk berichtete der Zeitung "Sport Express": "In der ersten Halbzeit habe ich klar und deutlich Affenlaute gehört, nicht nur einmal. So etwas hat im Fußball absolut keinen Platz."

Der russische Fußballverband RFS bestrafte den Klub umgehend. Beim nächsten Auswärtspiel wird die Fankurve Spartaks geschlossen. "Es gab Affenlaute gegen Hulk, die im Spielbericht vermerkt wurden und auch auf Videos der Polizei eindeutig zu hören sind", sagte Artur Grigorjanz, Chef des Disziplinarkomitees des Verbands. Allerdings wirkt das Urteil milde. Im rund 1100 Kilometer entfernten Jekaterinburg werden ohnehin keine Spartak-Fans erwartet.

Der frühere Hertha-Profi Christopher Samba war am Samstag vom Verband hingegen mit einer Sperre von zwei Spielen belegt worden, weil er Fans von Torpedo Moskau nach rassistischen Beleidigungen den Mittelfinger gezeigt hatte.

Wie der Moskauer Klub Spartak hat der gesamte russische Fußball immer wieder mit derartigen Vorfällen zu kämpfen. Champions-League Teilnehmer ZSKA Moskau musste im Spiel gegen Rekordmeister FC Bayern München ein Geisterspiel aufgrund rassistischer Gesänge seiner Fans austragen. Auch die Fans von Zenit St. Petersburg sind mehrfach rassistisch aufgefallen. In einem Manifest sprachen sich ihre Anhänger gegen die Verpflichtung ausländischer Profis aus. Die Fans von Spartak Moskau zeigten im vergangenen November während des Sechzehntelfinales im russischen Pokal gegen Schinnik Jaroslawl Nazi-Symbole und sorgten für einen Spielabbruch.

zaf/sid

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1. Dem russischen Verband ist offenbar klar...
pr8kerl 01.10.2014
... dass der russische Fußball angeschossen ist. Noch ein, zwei weitere Fälle von Rassismus, und die UEFA schließt Russland für ein Jahr oder zwei vom Spielbetrieb aus. Ob Hooligans in England oder Rassisten in Russland, ekelhaft ist beides. Am liebsten würden ja einige europäische Verbände darauf hinwirken, dass Russland die WM 2018 entzogen wird. Aber dazu müsste Putin ganz offen die halbe Ukraine besetzen. Soweit wird es nicht kommen.
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