Rassistische Sprechchöre Uefa ermittelt gegen Inter Mailand

Die Fans beleidigten Gästespieler Emmanuel Adebayor, nun wird Inter Mailand dafür zur Rechenschaft gezogen: Die Uefa hat wegen der rassistischen Sprechchöre während des Europa-League-Spiels gegen Tottenham ein Disziplinarverfahren eröffnet. Inter droht nun eine empfindliche Strafe.

Tottenham-Profi Adebayor (l.), Inter-Spieler Cassano: Rassistische Sprechchöre
REUTERS

Tottenham-Profi Adebayor (l.), Inter-Spieler Cassano: Rassistische Sprechchöre


Hamburg - Der europäische Fußball-Verband Uefa hat ein Disziplinarverfahren gegen den italienischen Spitzenclub Inter Mailand eingeleitet. Grund hierfür sind die rassistischen Sprechchöre, die einige Inter-Fans am vergangenen Donnerstag während des Europa-League-Spiels gegen Tottenham Hotspur (4:1 nach Verlängerung) gegen den schwarzen Gästestürmer Emmanuel Adebayor gerichtet hatten.

Wie die Uefa am Montag mitteilte, wird die Disziplinarkommission des Verbandes den Fall bei einer Sitzung am 19. April behandeln. Inter droht dann eine empfindliche Strafe.

Liga-Konkurrent Lazio Rom ist aufgrund rassistischer Äußerungen seiner Anhänger gerade zu zwei Geisterspielen in der Europa League verurteilt worden, eines davon am vergangenen Donnerstag gegen den VfB Stuttgart (3:1).

Gegen Inter ermittelt die Uefa zudem noch wegen "ungenügender Organisation" des Spiels, da gegen Tottenham auch einige Leuchtraketen im Fanblock gezündet wurden. Die Mailänder schieden trotz ihres Siegs aus dem Europacup aus, da sie das Hinspiel in London 0:3 verloren hatten.

bka/dpa

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Seite 1
tobiaz 18.03.2013
1. Wenn bestrafen dann aber richtig !
Wenn solche "Fans" so etwas machen, sollte der verein zur kasse bebeten werden, aber so richtig das es ihnen schmerzt , , vielleicht machen sie dann bessere Fanarbeit ! und das Geld sollte einen guten Zweck gespendet werden !
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