Rassismus-Vorwurf Uefa spricht Bremer Hunt frei

Zunächst hatte die Uefa den Bremer Stürmer Aaron Hunt für zwei Spiele gesperrt. Der U21-Nationalspieler soll zwei englische Gegenspieler rassistisch beleidigt haben. Der Deutsche Fußball-Bund legte gegen die Sperre Berufung ein - und bekam nun recht.


Hamburg - Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hob die Sperre von zwei EM-Qualifikationsspielen gegen Hunt in zweiter Instanz auf. Im Rahmen der Berufungsverhandlung war Hunt per Telefon persönlich befragt worden. "Ich hatte mir nichts vorzuwerfen. Daher bin ich froh, dass die Anschuldigungen entkräftet wurden", sagte Hunt.

U21-Nationalspieler Hunt: "Nichts vorzuwerfen"
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U21-Nationalspieler Hunt: "Nichts vorzuwerfen"

Hunt war vorgeworfen worden, im Play-off-Rückspiel der U21-EM-Qualifikation gegen England am 10. Oktober 2006 in Leverkusen (0:2) die beiden englischen Spieler Micah Richards und Anton Ferdinand beleidigt zu haben. In erster Instanz war der 20-Jährige dafür gesperrt worden.

Hunt hatte in der ersten Anhörung durch die Uefa eingeräumt, den Gegenspieler beleidigt zu haben, nachdem er bei verbalen Auseinandersetzungen zuvor selbst provoziert worden war. Dies sei jedoch ohne jeden rassistischen Hintergrund geschehen. Dem hat sich der Berufungssenat nunmehr angeschlossen und damit das Vorliegen eines "krass sportwidrigen" Verhaltens abgelehnt.

pav/sid



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