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Trotz Viertelfinal-Einzug: Ronaldo von eigenen Fans ausgebuht

REUTERS

40 Tore hat Cristiano Ronaldo in dieser Saison bereits erzielt, nun schoss er Real Madrid ins Champions-League-Viertelfinale. Doch einigen Fans ist das immer noch nicht genug.

Cristiano Ronaldo kann machen, was er will, einige Fans von Real Madrid werden ihn wohl nie ins Herz schließen.

Im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen den AS Rom erzielte der Starangreifer ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer zum 2:0-Erfolg vor, er hat nun in Liga und Königsklasse 40 Treffer erzielt. 40!

Doch statt Jubel gab es am Ende Ärger. Denn einige Fans buhten Ronaldo aus. Und das ist wohl nicht nur damit zu erklären, dass Ronaldo auch einige Chancen vergab. Schließlich steht Real dank des Portugiesen nun im Viertelfinale der Champions League.

Ronaldos Teamkamerad Sergio Ramos - ein Real-Urgestein - sprang dem Stürmer zur Seite: "Die Fans sollten erst mal nachdenken", sagte der Verteidiger, der seit elf Jahren bei dem Klub spielt: "Wenn es mal nicht so läuft, sollten sie ihre Spieler unterstützen. Und Ronaldo ist historisch für Real - schaut doch nur, was er alles erreicht hat!"

Bereits gegen Vigo Pfiffe gegen Ronaldo

Dank des Treffers gegen Rom hat Ronaldo nun in sechs aufeinanderfolgenden Saisons für Madrid jeweils 40 Treffer oder mehr erzielt. Diese herausragenden Quote des 31-Jährigen, der seit 2009 bei Real spielt, wurde 2014 vom Gewinn der Champions League gekrönt. Zudem wurde er 2012 Meister und feierte drei spanische Pokalsiege.

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Cristiano Ronaldo: Die Karriere des Weltfußballers
Doch für die Ansprüche vieler Madrid-Fans ist das offenbar zu wenig. Allzu oft hatte Barcelona in der Vergangenheit das Meisterrennen für sich entschieden, allzu oft war es Ronaldo in wichtigen Partien eben nicht gelungen, den Unterschied zu machen. In den vergangenen Wochen war das Verhältnis zwischen Fans und Ronaldo bereits stark abgekühlt.

Beim 7:1-Erfolg gegen Celta Vigo in der Liga gab es zu Beginn der Partie ebenfalls Pfiffe für Ronaldo. Der Portugiese hatte eine passende Antwort parat: Er schoss vier Tore und war dadurch maßgeblich an dem Sieg beteiligt. Einige Fans fordern dennoch den Verkauf Ronaldos. Diesem Vorschlag erteilte Coach Zinédine Zidane jedoch direkt eine Absage.

Der Franzose hatte zuletzt immer wieder betont, dem Thema keine übermäßige Bedeutung beizumessen. "Ich werde auch ausgebuht, so wie jeder einmal", sagte Zidane nach dem Vigo-Spiel: "Das Publikum möchte einfach mehr aus seinen Spielern herausholen. Sie können sich davon anspornen lassen."

Auch nach den neuerlichen Buhrufen gegen Ronaldo sah Zidane dies nur als Ansporn: "Das wird ihn nur weiter motivieren. Das Wichtige ist, dass Ronaldo jedes Mal Tore erzielen will, wenn er auf dem Platz ist - und dass er das auch weiterhin tut." Ronaldo selbst wollte sich nach dem Spiel übrigens nicht äußern.

bka/Reuters

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insgesamt 31 Beiträge
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1. Guter zweiter Platz
Leser222 09.03.2016
Ronaldo schiesst halt oft die unwichtigen Tore, und nur selten die wichtigen. Eibar 7:1 abzuschiessen ist wurscht, wenn man in der Liga auf dem 3. Platz steht, mit 12 Punkten Rückstand. Für die Mannschaft tut er, anders als Messi, nichts, arbeitet nicht nach hinten.
2. Mögliche Gründe
bru.zag 09.03.2016
Auf den ersten Blick mögen die Fans undankbar erscheinen. Das die Fans ihn aber wegen seiner Leistungen ausbuhen ist ja ersteinmal eine Unterstellung. Ronaldo ist, neutral formuliert, eine Person die polarisiert. Es gibt für viele Menschen Gründe ihn nicht zu mögen, wegen seines Verhaltens auf und Abseits des Platzes. Zur Leistung: Es ist tatsächlich so, dass Ronaldo fast immer abtaucht, wenn es wirklich um etwas geht. Bekanntestes Beispiel sind die grossen Turniere (EM/WM). Auf Ronaldo trifft zu, was man über Cantona gesagt hat: "Ein grosser Mann in kleinen Spielen." Hinzu kommt, dass er ein Einzelspieler ist. Anders als beispielsweise Messi, dem es immer gelingt auch das Team um ihn herum gut zu machen, wenn er gut spielt. Dies mag ein weiterer Grund sein, der Fans dazu bringt ihn nicht zu mögen, trotz der vielen Tore.
3. Zu wenige Titel seit er da ist
JugoBoss 09.03.2016
Barca auf dem Vormarsch die letzten 5 Jahre. Peilt jetzt das zweite Triple in Folge an. Da kann der kickende Barbie-Ken sämtliche Einzelspeler-Rekorde im Real-Dress brechen und aufstellen - das reicht nicht. Wer kann der will sich mit dieser Figur überhaupt richtig identifizieren?!
4.
crazy_swayze 09.03.2016
Wer über seine eigenen Teamkameraden ablästert, macht sich eben auch bei den Fans unbeliebt.
5. Manche Fans...
treime 09.03.2016
... haben Probleme ;) Die sollten mal Hannover, Paderborn, Dusiburg oder auch in Düsseldorf vorbeischauen...
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2009 FC Barcelona
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2007 AC Mailand
2006 FC Barcelona
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2003 AC Mailand
2002 Real Madrid
2001 FC Bayern München
2000 Real Madrid
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1998 Real Madrid
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1995 Ajax Amsterdam
1994 AC Mailand
1993 Olympique Marseille


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