Hamburg - Das Drittliga-Derby zwischen Wehen Wiesbaden und den Kickers Offenbach ist von einem rechtsradikalen Zwischenfall überschattet worden. Ein Zuschauer sang während der zweiten Halbzeit auf der Haupttribüne ein Lied, in dem der "Offenbacher Judenclub" besungen wurde.
"Das ist absolut inakzeptabel. Dagegen müssen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln vorgehen", sagte SVWW-Präsident Markus Hankammer. SVWW-Pressesprecher Daniel Mucha, der Ohrenzeuge war, schritt ein und rief einen Ordner herbei.
"Wir haben die Personalien aufgenommen und werden entsprechend reagieren", sagte Mucha auf der Pressekonferenz nach der Partie. Laut Mucha erhält die Person Hausverbot in der Wiesbadener Arena. In Zusammenarbeit mit den szenekundigen Polizeibeamten des Vereins soll nun geprüft werden, ob ein bundesweites Stadionverbot gegen die Person durchzusetzen ist.
Wiesbaden gewann die Partie 2:1 (2:0) durch einen Doppelpack von Milan Ivana (21. Minute/34.). Die Gäste schafften in der zweiten Hälfte nur noch den Anschlusstreffer von Thomas Rathgeber (56.), der per Foulelfmeter traf. Wiesbaden liegt nach 18 von 38 Partien auf Rang zwölf und ist damit drei Plätze und fünf Punkte hinter Offenbach (26 Punkte).
leh/sid
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