DFB-Chef Grindel zu rechten Fans "Wir sind nicht eure Mannschaft!"

Krawallmacher aus Deutschland nutzten das WM-Qualifikationsspiel in Tschechien für Randale und rechte Parolen. Der DFB-Präsident bezieht klar Position.

DFB-Präsident Reinhard Grindel
Getty Images

DFB-Präsident Reinhard Grindel


DFB-Präsident Reinhard Grindel hat das Verhalten von rund 200 deutschen Anhängern beim WM-Qualifikationsspiel in Tschechien verurteilt. Einen Tag nach dem 2:1-Sieg in Prag lobte Grindel in einer Stellungnahme auf Facebook zudem das Verhalten der Mannschaft, die als Reaktion auf verbale Entgleisungen und rechte Parolen auf den sonst üblichen Gang zu den eigenen Fans nach dem Schlusspfiff verzichtet hatte. Sie habe ein feines Gespür gezeigt und sich vom Verhalten eines Teils der deutschen Zuschauer distanziert.

"Das ist ein klares Signal, das die Mannschaft da ausgesendet hat: 'Ihr seid nicht unsere Fans. Ihr seid Krawallmacher. Ihr habt im Stadion nichts verloren. Ihr missbraucht die Bühne des Fußballs. Wir sind nicht eure Mannschaft!'", schrieb der 55-Jährige.

Grindel lobte das "klare Signal, das die Mannschaft da ausgesendet hat" und sprach im ARD-Hörfunk von Hooligans und Rechtsextremisten, die gegen den Deutschen Fußball-Bund und auch gegen Torschütze Timo Werner gepöbelt hätten. Allerdings habe es sich nur um eine ganz kleine Gruppe gehandelt, die zum Teil "auch durch einen Sturm ohne Karten" ins Stadion gelangt sei.

Fotostrecke

6  Bilder
Fotostrecke: Matchwinner Hummels, Capitano Müller

Man wisse die Unterstützung der friedlichen Zuschauer, bei denen es auch Empörung gegeben habe, zu schätzen. "Aber wir werden niemals faschistische, rassistische, beleidigende oder homophobe Schlachtrufe dulden. Gemeinsam - als Mannschaft, Fans und DFB - müssen wir uns diesen Krawallmachern entgegenstellen", schrieb Grindel.

lst/dpa



insgesamt 48 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
realpress 02.09.2017
1. Solange die Medien
diese Arschlöcher Fans nennen, glauben sie daran dass sie es sind ! Nennt das Kind beim Namen.
kennke 02.09.2017
2. Ganz klar
Der DFB sollte für die Ausschreitungen mindestens 2 Geisterspiele Strafe bekommen. Oder evtl. auch Punktabzug oder Zwangsabstieg. Die DFB-Bonzen machen den Fußball übrigens viel mehr kaputt als es irgendwelche Fans je könnten.
derhey 02.09.2017
3. Das ist
die Brut, die der DFB herangezogen hat durch Inkonsequenz und Inkompetenz in der "Fan"-Frage. So kann es ja in Stuttgart spannend werden, mal sehen, was der DFB unternimmt - mehr Polizisten auf Steuerzahlerkosten, ist ja ein Länderspiel. Hoffentlich wird die UEFA aktiv und die DFB-Elf muß vor leeren Rängen spielen.
Mogli3 02.09.2017
4. Starkes und wichtiges Signal
"Wir sind nicht eure Mannschaft, ihr seid nicht unsere Fans", ihr seid nicht DAS Volk. Gauland mit seinen Äusserungen gegen Boateng & Özoguz, Höcke mit seiner "Mahnmal der Schande", Weidel mir ihren Relativierungen - die AFD ist der geistige Brandstifter in diesem Land. Rassisten meinen jetzt sie hätten Freifahrt, es gäbe ein Grundrecht auf Beleidigung, Beschimpfung, Bedrohung und reale Brandstiftung. Ich bin unserer Nationalmannschaft sehr dankbar für dieses aufrechte Verhalten!
rösti 02.09.2017
5. Ja
Zitat von realpressdiese Arschlöcher Fans nennen, glauben sie daran dass sie es sind ! Nennt das Kind beim Namen.
Genau auf den Kopf getroffen..... wenn Bundesliga Präsidenten von diesem Pöbel von Fans sprechen, fühle ich mich Verarscht!!!!!!!!!!!!!!!!!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.