Geplatzte Aussprache "Nicht in Ordnung" - Grindel kritisiert Özil

Eine Kontaktaufnahme von Nationaltrainer Joachim Löw mit seinem ehemaligen Spieler Mesut Özil war zuletzt gescheitert. DFB-Präsident Grindel wirft dem Arsenal-Akteur nun eine Verweigerungshaltung vor.

Reinhard Grindel
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Reinhard Grindel


DFB-Präsident Reinhard Grindel hat den früheren Fußballnationalspieler Mesut Özil wegen der gescheiterten Aussprache mit Bundestrainer Joachim Löw kritisiert. "Ich finde das ist nicht in Ordnung, dass hier jede Kommunikation verweigert wird", sagte Grindel im ZDF-"Morgenmagazin".

Löw habe sich in den letzten Monaten "telefonisch, per SMS und jetzt durch seinen Besuch auf dem Trainingsgelände von Arsenal wirklich bemüht". Bei einem London-Besuch soll der DFB-Delegation um Löw der Zutritt zum Trainingsgelände des FC Arsenal verweigert worden sein, berichtete die "Bild"-Zeitung.

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Mesut Özil: Der Rückzug

"Ich würde es gut finden, wenn man in einem Statement doch ganz erhebliche Kritik äußert, dass man darüber auch ins Gespräch kommt", sagte Grindel. Schon auf dem Bankett nach der EM-Vergabe für 2024 hatte der CDU-Politiker gesagt: "Ich würde mich sehr freuen, wenn er insbesondere das Gespräch mit Joachim Löw und Oliver Bierhoff suchen würde, die ihm immer sehr verbunden waren."

"Özil hat Jogi Löw eine ganze Menge zu verdanken"

Der DFB habe Özil "unheimlich viel zu verdanken. Er hat einen ganz entscheidenden Beitrag geleistet, dass wir 2014 Weltmeister geworden sind. Aber er hat auch Jogi Löw eine ganze Menge zu verdanken", sagte Grindel. Der Bundestrainer habe Özil "immer den Rücken gestärkt" und ihm "auch in schwierigen Phasen immer das Vertrauen gegeben".

Özil hatte nach der WM in Russland seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt und dabei auch Grindel attackiert. Dieser stehe für "ein Deutschland der Vergangenheit".

Im Video: Zwischen den Welten - Deutsch-Türken in Zeiten des Özil-Rücktritts

SPIEGEL TV

mfu/sid



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