Drittliga-Relegation Platzsturm in Offenbach überschattet Magdeburg-Aufstieg

Bitterer Nachmittag für die Kickers: Beim Relegationsrückspiel gegen Magdeburg geriet Offenbach nach einer Führung noch in Rückstand und verpasste den Aufstieg in die dritte Liga. Zudem stürmten Fans den Platz, es drohen Konsequenzen. Auch Würzburg und Werder II sind aufgestiegen.

Polizei in Offenbach: Partie war 20 Minuten unterbrochen
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Polizei in Offenbach: Partie war 20 Minuten unterbrochen


Der 1. FC Magdeburg hat den Aufstieg in die dritte Liga gefeiert. Dem Meister der Regionalliga Nordost gelang im Rückspiel der Relegation bei Südwest-Meister Kickers Offenbach ein 3:1 (2:1)-Sieg. Das Hinspiel hatte ebenfalls das Team von Trainer Jens Härtel 1:0 gewonnen.

In der 84. Minute hatte die Partie für etwa 20 Minuten unterbrochen werden müssen, weil rund 40 Offenbacher Fans den Platz gestürmt und unter anderem Feuerwerkskörper auf dem Rasen gezündet hatten. Sofort marschierte ein Großaufgebot der Polizei auf das Spielfeld, drängte die Randalierer zurück und nahm einige von ihnen fest. "Das hat mit Fußball nichts zu tun. Das wollen wir hier nicht sehen. Das ist eine Katastrophe für den Fußball und unseren Verein", sagte OFC-Präsident Claus-Arwed Lauprecht im HR-Fernsehen.

Auf dem ausverkauften Bieberer Berg waren die Offenbacher durch Denis Mangafic (24. Minute) in Führung gegangen, ehe Magdeburg durch einen Doppelschlag von Felix Schiller (32.) und Lars Fuchs (36.) die Partie noch vor der Pause drehen konnte. Nicolas Hebisch, der im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte, sorgte dann in 53. Minute für die vorzeitige Entscheidung zugunsten der Gäste, die kommende Saison erstmals in der dritten Liga spielen.

Den Kickers drohen neben dem verpassten Aufstieg nun auch noch schwerwiegende Konsequenzen durch den Deutschen Fußball-Bund.

Ebenfalls aufgestiegen ist die zweite Mannschafte von Werder Bremen und Würzburg. Die Kickers gewannen gegen den 1. FC Saarbrücken 6:5 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:0 (1:0, 0:0) für die Gäste gestanden, die das Hinspiel 0:1 verloren hatten.

In Mönchengladbach verwehrten die Bremer Patrick Mainka in der 109. und Levent Aycicek in der 119. Minute dem scheidenen Borussen-Trainer Sven Demandt einen erfolgreichen Abschied. Der frühere Bundesliga-Profi sitzt ab der kommenden Saison beim Drittligisten Wehen-Wiesbaden auf der Bank.

luk/sid/dpa



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