Hamburg - Das Skandalspiel in der Relegation zur Fußball-Bundesliga im Juni dieses Jahres hat für Lewan Kobiaschwili von Hertha BSC ein teures Nachspiel. Der Georgier muss nach übereinstimmenden Medienberichten 60.000 Euro Strafe zahlen, weil er beim 2:2 im Rückspiel bei Fortuna Düsseldorf Schiedsrichter Wolfgang Stark auf dem Weg in die Kabine tätlich angegriffen hatte.
Kobiaschwili soll die Strafe bereits akzeptiert haben, somit kommt es zu keiner öffentlichen Gerichtsverhandlung. "Wenn das Thema damit beendet ist, dann ist das besser für mich", sagte Kobiaschwili dem "Tagesspiegel". Für die Ermittler besteht der dringende Verdacht, dass der Berliner Fußballprofi nach dem Bundesliga-Relegationsrückspiel im Mai Schiedsrichter Wolfgang Stark mit der Faust in den Nacken geschlagen hat.
Da die 60.000-Euro-Strafe bei 60 Tagessätzen zu je 1000 Euro und damit unter 90 Tagessätzen liegt, gilt der 35-Jährige Kobiaschwili nach der Verurteilung nicht als vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte am Freitag den Strafbefehl, über den auch die "Rheinische Post" berichtet hatte.
Bei der Strafe sei berücksichtigt worden, dass Kobiaschwili durch die Sperre des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bereits "ganz erhebliche materielle Nachteile entstanden sind". Das DFB-Sportgericht hatte den Georgier mit einer Rekordstrafe von siebeneinhalb Monaten Sperre bis zum 31. Dezember 2012 verurteilt.
mib/sid/dpa
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