Revierverweigerer Ailton So schön ist Gelsenkirchen

Werder-Stürmer Ailton hat bei seinem zukünftigen Arbeitgeber Schalke 04 für Verwunderung gesorgt. Er habe über Gelsenkirchen nur Schlechtes gehört und wolle deshalb auch nach seinem Wechsel in Bremen wohnen, sagte der Brasilianer. SPIEGEL ONLINE zeigt Ailton, dass es sich lohnen könnte, der Reviermetropole eine Chance zu geben.


Bremen - "Alles, was ich bisher über Gelsenkirchen gehört habe, ist ein Desaster. Es soll nicht besonders schön sein, und für junge Leute soll es dort nicht viele Möglichkeiten geben, um Spaß zu haben und auszugehen", hatte Ailton heute in einem Interview von NDR-Info gesagt. Im Sommer soll der 30-Jährige nach Schalke wechseln, sein Vertrag mit einer Option auf ein weiteres Jahr läuft bis zum 30. Juni 2006.

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Revierverweigerer Ailton: So schön ist Gelsenkirchen

Dennoch möchte Ailton weiter an der Weser leben. "Das klingt alles nicht sonderlich gut. Vielleicht bleibe ich in Bremen wohnen und spiele dann nur in Schalke. Es ist ja nur mein Job, dort Tore zu schießen", sagte der Brasilianer, der mit 25 Treffern derzeit erfolgreichster Bundesligastürmer ist.

"Das Pendeln zwischen Bremen und Schalke kann er sich abschminken", sagte Schalkes Manager Rudi Assauer der "Bild"-Zeitung. Trainer Jupp Heynckes glaubt, dass Ailton sich noch für die Stadt im Ruhrgebiet erwärmen wird: "Er ist Torjäger und soll auch bei uns Tore schießen. Wenn er es schafft, findet er Gelsenkirchen garantiert schön."

Stadtrundfahrt mit dem OB

"Manche Fußballer sind am Ball besser als am Mikrofon», meinte Gelsenkirchens Oberbürgermeister Oliver Wittke (CDU). Dennoch sei Ailton herzlich eingeladen, mit ihm persönlich einmal durch Gelsenkirchen zu fahren und sich die Stadt zeigen zu lassen.

Das Gelsenkirchener Umland reagierte mit einer PR-Offensive. Der Verkehrsverein Witten schickte Ailton ein Informationspaket, in dem er Material über Sehenswürdigkeiten, kulturelle Schätze und Freizeitangebote der Region findet. "Wenn Ailton uns besucht, wird er angenehm überrascht sein. Es erwarten ihn keine rauchenden Schlote, sondern grüne Hügel, Wälder und Felder, die Ruhr-Aue, Fachwerkidylle und jede Menge spannende Industriedenkmäler", teilte die Stadt Witten in ihrer Einladung an den Fußballer mit.



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