Eklat um Roger Schmidt "Längere Sperre denkbar"

Der Schiedsrichter-Abgang von Leverkusen könnte ein Nachspiel für Bayer-Trainer Roger Schmidt haben. Weil der 48-Jährige seinen Platzverweis ignorierte, droht nach Ansicht von Schiri-Manager Hellmut Krug eine längere Sperre.

Leverkusen-Trainer Schmidt (r): Fall für den Kontrollausschuss
AP/dpa

Leverkusen-Trainer Schmidt (r): Fall für den Kontrollausschuss


DFL-Schiedsrichtermanager Hellmut Krug hält nach dem Eklat beim Bundesligaspiel in Leverkusen eine Verbannung von Bayer-Trainer Roger Schmidt für mehrere Spiele für möglich. "Das wird ein Fall für den Kontrollausschuss. Eine längere Sperre für Roger Schmidt ist durchaus denkbar", sagte der Spitzenfunktionär der Deutschen Fußball Liga der "Bild"-Zeitung.

Im Sonntagsspiel gegen Borussia Dortmund (Endstand: 1:0 für den BVB) hatte Schmidt nach dem Tor eine knapp zehnminütige Spielunterbrechung provoziert, weil er nicht wie von Schiedsrichter Felix Zwayer gefordert auf die Tribüne gehen wollte. Anlass war die Verlegung des Ausführungsortes eines Freistoßes, der dem Treffer vorausgegangen war.

Nach der Partie hatte der Coach sein Fehlverhalten eingeräumt. "Ich habe mich schon in der ersten Hälfte einige Male beschwert", sagte der 48-Jährige. "Da bin ich zu stur gewesen."

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mon/dpa



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bekkawei 22.02.2016
1. Sperre???
Was für ein Quatsch. Ignorieren einer Schiedsrichteranweisung führt zum sofortigen Spielabbruch und die 3 Punkte kriegt der Gegner. Wenn jetzt nicht hart durchgegriffen wird, kriegen wir Verhältnisse wie in der türkischen Liga.
Thorkh@n 22.02.2016
2. Das ist ja ...
... nur der eine Vorfall. Was ist mit der üblen Nachrede durch Schmidt und Völler, dass Zwayer den Handelfmeter absichtlich nicht gegeben hat? Wie kann man sich mutwillig nur so in die Kloake reiten wie die beiden?
laffleur 22.02.2016
3.
Ich fände es eher skandalös, wenn er länger gesperrt wird. Nicht, dass ich Schmidt´s Verhalten gutheiße, aber der Schiedsrichter hat m.M.n. absolut überreagiert. Ständig verlangen wir Fingerspitzengefühl (u.a. auch dann, wenn der Freistoß eben nicht an Ort und Stelle des Vergehens, sondern auch mal 6 Meter entfernt ausgeführt wird). Aber der Schiedsrichter ist nicht in der Lage, Schmidt einfach noch mal ein deutliches Handzeichen zu geben? Man erlebt es oft, dass die Trainer nicht gleich sofort auf die Tribüne gehen, ein "ernster Blick" hat da bisher IMMER geholfen, man muss nicht direkt das Spiel für 10 Minuten unterbrechen. Klar, streng nach den Regeln muss er unverzüglich hoch, streng nach den Regeln zählt dann aber auch das 1:0 nicht.
horstma 22.02.2016
4. Eigentlich ganz einfach.
Ob ein Schiri vorher oder hinterher Fehler gemacht hat, ist für so eine Entscheidung völlig irrelevant. Zwayer hält sich an die Regeln, und die sehen auch einen Spielabbruch vor. Ob das besonders schön oder elegant war, ist unerheblich. Hätte er anders entschieden, wäre er trotzdem im Fadenkreuz: Weil er sich nicht an die Regeln gehalten hat. Was soll er denn machen? Schön pfeifen oder richtig pfeifen?
gumbofroehn 22.02.2016
5. Schiedsrichter Zwayer blieb ...
... gar nichts anderes übrig, als hier ein Exempel zu statuieren. Wenn jede Entscheidung mit Spielern und Trainern ausdiskutiert werden muss ... na, dann gute Nacht.
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