Rolf Töpperwien Aus dem Koma erwacht

Drei Tage nach dem Brandunglück in seiner Wohnung ist der ZDF-Sportreporter Rolf Töpperwien wieder auf dem Weg der Besserung.


Rolf Töpperwien: "Stabil und nicht lebensbedrohlich"
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Rolf Töpperwien: "Stabil und nicht lebensbedrohlich"

Koblenz - Rolf Töpperwien ist aus seinem künstlichen Koma erwacht. Der 49-Jährige sei bei "vollem Bewusstsein", teilte seine Schwester Sabine Töpperwien am Mittwoch mit. "Sein Zustand ist stabil und nicht lebensbedrohlich". Die Ärzte gingen davon aus, dass Töpperwien noch drei bis vier Wochen im Krankenhaus bleiben müsse.

Die Wiesbadener Polizei wollte zunächst abwarten, ob Töpperwien in der Lage und willens sei, sich zu dem Fall zu äußern. Er sei der Einzige, der zur endgültigen Aufklärung beitragen könne, sagte ein Sprecher. Da es sich aber nicht um eine Straftat handele, sei er nicht zur Aussage verpflichtet. Bis zu einer eventuellen Erklärung Töpperwiens ruhten die Ermittlungen.

Töpperwien hatte am Sonntagmittag beim Hantieren mit hochprozentigem Alkohol und Streichhölzern in seiner Wiesbadener Wohnung ein Feuer entfacht und sich Verbrennungen am Oberkörper zugezogen. Seine 19-jährige Tochter hörte seine Hilferufe und konnte das Feuer löschen. Töpperwien wurde in das Bundeswehrkrankenhaus Koblenz gebracht.

15 Prozent der Körperoberfläche seien verbrannt, berichtete Sabine Töpperwien, ebenfalls Sportreporterin beim WDR in Köln. Das Gesicht sei nicht betroffen, ergänzte ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann am Mittwoch. Der Sender wollte seinen Reporter, der seit 1977 fest beim ZDF angestellt ist, ursprünglich beim letzten Bundesligaspieltag am kommenden Sonntag und bei der Fußball-Europameisterschaft in Holland und Belgien im Juni einsetzen.



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