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Deutscher Fußballprofi: Neustädter hofft auf doppelte Staatsbürgerschaft

Schalkes Neustädter: Vorerst keine doppelte Staatsbürgerschaft Zur Großansicht
AP/dpa

Schalkes Neustädter: Vorerst keine doppelte Staatsbürgerschaft

Die deutsche Gesetzgebung macht noch Probleme: Roman Neustädter muss weiter auf die Bestätigung einer doppelten Staatsbürgerschaft warten. Der Deutsche möchte mit der russischen Nationalmannschaft zur EM.   

Wegen deutscher Gesetze zur doppelten Staatsbürgerschaft verzögert sich der mögliche Einsatz von Roman Neustädter für Russlands Nationalmannschaft. Er wolle seinen deutschen Pass behalten und müsse mit den Behörden darüber sprechen, sagte der Abwehrspieler des Bundesligisten FC Schalke 04 der Moskauer Tageszeitung "Sport Express".

Russlands Nationaltrainer Leonid Sluzki habe ihm gesagt, er wolle ihn zum Länderspiel der russischen Nationalmannschaft gegen Frankreich im März einladen. "Man muss abwarten, wie die Deutschen reagieren, dass ich den russischen Pass will. Für Russland ist es klar", sagte Neustädter. Er wurde in der Ukraine geboren und will mit Russland zur Europameisterschaft nach Frankreich.

Russlands Sportminister Witali Mutko hatte vor kurzem gesagt, über eine doppelte Staatsbürgerschaft müsse das Bundesjustizministerium entscheiden. "Wir können ihm nicht einfach einen russischen Pass geben. Es gibt viele Fragen - wir arbeiten daran", sagte Mutko.

Medienberichte in Moskau, denen zufolge er nach der Saison zu Zenit St. Petersburg wechseln soll, wollte Neustädter nicht kommentieren. "Ich denke immer nur an das nächste Spiel", sagte der 27-Jährige. Der russische Meister hatte sich erst am Wochenende mit den Nationalspielern Juri Schirkow und Alexander Kokorin verstärkt.

bam/dpa

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1. Der Wunsch ist vollkommen nachvollziehbar ...
gumbofroehn 01.02.2016
... dass er dafür die deutsche Staatsbürgerschaft nicht aufgeben will, ebenfalls. Beispiele aus der Vergangenheit, dass Profis im Bezug auf eine Nationalmannschaftskarriere taktisch entscheiden, gibt es auch genügend. Aus Perspektive der Mannschaft, für die er auflaufen will, wäre es sicherlich schön gewesen, wenn er auch die EM-Qualifikation bestritten hätte. So hat das leider einen Hauch von "in's gemachte Nest setzen."
2.
Peter Eckes 01.02.2016
Roman Neustädter wurde in der Sowjetunion geboren. Das macht die Sache vielleicht etwas verständlicher. Grundsätzlich sollten aber meiner Meinung nach keine doppelten Staatsbürgerschaften vergeben werden und es sollten auch keine Deutschen für die russische Nationalmannschaft spielen, genausowenig wie Türken oder Polen für Deutschland spielen dürfen sollten. Das führt sonst das ganze Konzept von Nationalstaaten und Fußball-Europameisterschaften ad absurdum. Alternativ bitte gleich ganz freigeben, dann können sich die reichsten Länder die besten Spieler kaufen und Quatar kann endlich Eiropameister werden.
3. Absurd?
JolietJakeblues 01.02.2016
Zitat von Peter EckesRoman Neustädter wurde in der Sowjetunion geboren. Das macht die Sache vielleicht etwas verständlicher. Grundsätzlich sollten aber meiner Meinung nach keine doppelten Staatsbürgerschaften vergeben werden und es sollten auch keine Deutschen für die russische Nationalmannschaft spielen, genausowenig wie Türken oder Polen für Deutschland spielen dürfen sollten. Das führt sonst das ganze Konzept von Nationalstaaten und Fußball-Europameisterschaften ad absurdum. Alternativ bitte gleich ganz freigeben, dann können sich die reichsten Länder die besten Spieler kaufen und Quatar kann endlich Eiropameister werden.
Das liegt vielleicht daran, dass das Konzept von Nationalstaaten ein wenig absurd ist. Wer ist wann was? Und wer legt das fest?
4.
Bueckstueck 01.02.2016
Zitat von Peter EckesRoman Neustädter wurde in der Sowjetunion geboren. Das macht die Sache vielleicht etwas verständlicher. Grundsätzlich sollten aber meiner Meinung nach keine doppelten Staatsbürgerschaften vergeben werden und es sollten auch keine Deutschen für die russische Nationalmannschaft spielen, genausowenig wie Türken oder Polen für Deutschland spielen dürfen sollten. Das führt sonst das ganze Konzept von Nationalstaaten und Fußball-Europameisterschaften ad absurdum. Alternativ bitte gleich ganz freigeben, dann können sich die reichsten Länder die besten Spieler kaufen und Quatar kann endlich Eiropameister werden.
Da ich weiss worauf du hinaus willst, sage ich: Kompletter Unsinn. Zum Glück sehen das die meisten so.
5.
ackergold 01.02.2016
Das Gesetz sieht vor, dass man sich entscheiden muss. Eine doppelte Staatsbürgerschaft ist nur in einigen ganz wenigen Fällen zulässig. Staatsbürgerschaften sind kein Wunschkonzert. Es ist legitim, wenn der Staat verlangt, dass Neustätter sich entscheidet. Wer Russe werden will, der sollte die deutsche Staatsbürgerschaft ablegen. Dann sollte ihm kein Stein in den Weg gelegt werden. Es gibt keinen Grund, ihm einfach so eine zweite Staatsbürgerschaft zu geben, nur damit er einen privaten Vorteil ziehen kann.
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