Manipulationsverdacht: Rot-Weiss Essen trennt sich von Trio

Folgen des Wettskandals: Regionalligist Rot-Weiss Essen hat die Verträge mit Dirk Jasmund und Kevin Lehmann zum 31. Mai im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Güngör Kaya wurde fristlos gekündigt. Die Spieler hatten gegen ihren Verein gewettet, bestreiten aber jeglichen Manipulationsvorwurf.

Hamburg - Regionalligist Rot-Weiss Essen hat sich von den unter Manipulationsverdacht stehenden Profis Dirk Jasmund, Güngör Kaya und Kevin Lehmann getrennt. Wie der Verein mitteilte, erfolgte die Auflösung der Verträge mit Jasmund und Lehmann zum 31. Mai im gegenseitigen Einvernehmen, Kaya wurde fristlos gekündigt. Am Donnerstag fand die Vernehmung vor dem DFB-Kontrollausschuss statt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) war von Essen darüber informiert worden, dass drei Akteure des Vereins anlässlich des Heimspiels am 5. Mai 2012 gegen Borussia Dortmund II (Endstand 0:4) gegen ihren Verein gewettet hatten. Die Spieler hatten sich nach dem anonym beim Verein eingegangenen Hinweis auf den Vorfall zu erkennen gegeben, bestritten jedoch jegliche Manipulationsvorwürfe.

In einer Stellungnahme des Vereins zur Vertragsauflösung sagten Jasmund und Lehmann: "Es liegt keine Spielmanipulation vor. Es hat lediglich ein Bekannter von mir auf das Spiel gewettet. An dem Wettgewinn bin ich nicht in irgendeiner Weise beteiligt worden."

Zuletzt hatte Maik Walpurgis, Trainer der Sportfreunde Lotte, die nur einen Punkt hinter Aufsteiger Borussia Dortmund II gelandet waren, gefordert, dass der Deutsche Fußball-Bund die dritte Liga auf 21 Mannschaften aufstocken solle, so dass auch Lotte in der kommenden Saison eine Klasse höher spielen könne.

jar/sid

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1. Richtige Entscheidung
Putsche 24.05.2012
Hervorragende Entscheidung des Vereins. Bei den beiden jungen Spielern war es wahrscheinlich nur Naivität, bei Kaya vielleicht einfach nur Dummheit. Der Spiegel sollte erwähnen, dass es hier um Gewinne von 400 €(in Worten vierhundert) ging, um die Verhältnismässigkeit zum ausruck zu bringen. Der Trainer von Lotte sollte mal ne Tasse Tee trinken und ruhiger werden. Der Verein RWE sollte sich auch überlegen eine Klage wegen Rufmord gegen Herrn Walpurgis einzuleiten.
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