Eklat in Leverkusen DFB ermittelt gegen Völler wegen TV-Ausraster

Der Kontrollausschuss des DFB ermittelt nun auch gegen Leverkusens Sportdirektor. Rudi Völler hatte dem Schiedsrichter nach der Niederlage gegen Dortmund in einem Interview vorgeworfen, Bayer "geschadet" zu haben.

Schiedsrichter, Völler: "Er hat sich ja revanchiert"
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Schiedsrichter, Völler: "Er hat sich ja revanchiert"


Der DFB-Kontrollausschuss hat nach dem Eklat im Spiel zwischen Leverkusen und Dortmund auch Ermittlungen gegen Bayers Sportdirektor Rudi Völler eingeleitet. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund mit.

Das Bundesligaspiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund war am Sonntag für knapp zehn Minuten unterbrochen worden, weil sich Bayer-Trainer Roger Schmidt geweigert hatte, nach einem Verweis durch Schiedsrichter Felix Zwayer auf die Tribüne zu gehen. Völler griff den Unparteiischen später in einem Fernsehinterview scharf an. So sagte er unter anderem über Zwayer: "Aber er hat sich ja revanchiert. Deshalb hat er ja auch den Elfmeter nicht gepfiffen."

Genau wie bei Schmidt hat der Kontrollausschuss Völler zu einer Stellungnahme aufgefordert. Danach wird entschieden, ob auch dieser Fall vor dem DFB-Sportgericht verhandelt wird.

Roger Schmidt im Video: "Zu stur gewesen"

AP/dpa

aev/dpa

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insgesamt 143 Beiträge
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eckbusch 22.02.2016
1. Richtige Maßnahme
Der verbal disziplinlose Völler muss mal intensiv zur Ordnung gerufen werden.
winkdon 22.02.2016
2. Typisch DFB
Dass die Schiedsrichter nur durch Fehlleistung glänzen interessiert dort keinen. HAuptsache es redet keiner darüber. Und wenn einmal einer wagt, die Schiedsrichter zu kritisieren, dann wird er vor dem Sportgericht kalt gestellt. Was für ein korrupter Haufen.
wiesel 22.02.2016
3. Völler ist im Recht
Wir haben hier in Deutschland Meinungsfreiheit, daher darf man auch sagen was man will. Wenn die DFB oder Schiri das anders sehen verhalten sie sich Grundgesetzteswidrig
charles.f 22.02.2016
4. Freie Meinungsäusserung
Das Recht auf freie Meinungsäusserung gilt als ganz wesentliches Rechtsgut, das auch im Grundgesetz verankert ist. Wenn also Herr Völler der Meinung ist ungerecht behandelt worden zu sein, so muss er das auch sagen dürfen. Aber das DFB-Sportgericht steht offenbar über der Verfassung und entscheidet darüber wer wann was sagen darf. Ansonsten droht ein Strafe - das sind höchst undemokratische Stasi-Methoden.
Boesor 22.02.2016
5.
Völler hätte sich in der Vergangenheit selbst schützen müssen, indem er Interviews so kurz nach dem Spiel nicht gibt. Er weiß doch, dass er sich nicht im griff hat. Vielleicht gibt ihm ja jetzt der DFB die dringend benötigte Denkpause. Schon starker Tobak, was Völler da geäußert hat und so nicht hinnehmbar.
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