Rückkehr nach Berlin Falko Götz wird neuer Hertha-Coach

Vor nicht einmal drei Wochen wurde er auf schmähliche Weise bei 1860 München rausgeworfen, doch nun hat Falko Götz wieder einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Von der neuen Saison an soll er der in diesem Jahr arg gebeutelten Hertha wieder zu neuem Glanz verhelfen.


Hertha-Manager Hoeneß, Götz: "Mann mit den meisten Perspektiven"
DDP

Hertha-Manager Hoeneß, Götz: "Mann mit den meisten Perspektiven"

Berlin - Götz tritt die Nachfolge von Hans Meyer an, der zum Saisonende seine Trainerlaufbahn endgültig beenden wird. Der neue Hertha-Coach einigte sich mit dem abstiegsbedrohten Club auf einen Zweijahres-Vertrag. "Götz war der Mann mit den meisten Perspektiven für uns, der auch eine gute Nachwuchsarbeit garantiert. Seine Verpflichtung war eine auch finanziell machbare Lösung für uns. Er genießt hohes Ansehen im Verein, bei den Fans und den Medien und steht für attraktiven Offensivfußball", erklärte Hertha-Manager Dieter Hoeneß am Mittwoch auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.

"Ich hatte immer eine hohe Identifikation mit Hertha und ich bin froh, dass wir wieder zusammengekommen sind", sagte Götz, der in München am 17. April unter unwürdigen Umständen den Laufpass erhalten hatte. Bei den "Löwen" war er mit seinem Konzept einer radikalen Verjüngungskur gescheitert. Götz war am 12. März 2003 beim TSV 1860 angetreten und hatte vor allem auf junge Spieler gesetzt. Diese Vorstellung musste er unter dem Druck des Misserfolgs wieder ändern.

Götz hatte bereits vom 7. Februar bis 30. Juni 2002 nach der Entlassung von Jürgen Röber die Hertha interimsmäßig trainiert und noch auf den vierten Platz geführt. Trotz überaus erfolgreicher Arbeit - neun Siege in 13 Spielen - musste der 42-Jährige damals seinen Platz räumen, da Huub Stevens bereits als neuer Coach feststand. 1997 hatte Götz, der 242 Bundesligaspiele (46 Tore) für Bayer Leverkusen und den 1. FC Köln absolvierte, seine Trainerkarriere als Amateurtrainer bei der Hertha begonnen und große Erfolge mit jungen Spielern gefeiert.



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