Nach Fan-Bedrohungen: Pezzoni hat keine Angst vor Köln-Rückkehr

In Köln wurde er von einigen Fans vor der eigenen Haustür bedroht und verließ den FC. In Aue versucht Kevin Pezzoni einen Neuanfang - und muss zum Start des Punktspieljahres ausgerechnet zu seinem alten Verein. Sorgen macht sich der Abwehrspieler aber offenbar nicht.

Aue-Profi Pezzoni: "Die können gerne pfeifen" Zur Großansicht
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Aue-Profi Pezzoni: "Die können gerne pfeifen"

Hamburg - Seine Geschichte beschäftigte Fußball-Deutschland im Sommer 2012 wochenlang: Als Kevin Pezzoni im August seinen Vertrag beim 1. FC Köln auflöste, weil er von einigen Fans bedroht worden war, sprach der damalige Coach Holger Stanislawski das Überfällige aus: "Damit ist eine Grenze überschritten worden."

Inzwischen hat Pezzoni einen neuen Verein, er spielt jetzt beim Zweitligisten Erzgebirge Aue. Im ersten Punktspiel des neuen Jahres am 2. Februar geht es ausgerechnet nach Köln (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Angst vor der Rückkehr hat der 23-Jährige aber nicht. "Wie ich da empfangen werde, das ist mir komplett wurscht. Die können gerne pfeifen. Du kannst ja nicht zu Hause bleiben, nur weil dich jemand nicht mag. Ich sehe das sachlich", sagte Pezzoni der "Sport Bild".

Pezzoni spielte von 2008 bis 2012 für Köln, kam für den Club in dieser Zeit 80-mal in der Bundesliga, zehnmal in der zweiten Liga und neunmal im DFB-Pokal zum Einsatz, erzielte insgesamt drei Tore für den Club. Im vergangenen Jahr wurde er von FC-Anhängern bedroht, auch vor seiner Wohnung. Nach seiner Vertragsauflösung gab es über die genauen Umstände der Trennung einen Streit zwischen Spieler und Verein. Kurz vor Weihnachten hatte der Defensivspieler in Aue einen Vertrag bis 2014 unterschrieben.

chp/ham/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Keine Angst....
banteng 09.01.2013
lieber Kevin. Wenn Du tust was Du am besten kannst, nämlich beim Verteidigen die Bälle per Kopf an die Gegnerstürmer zu servieren, werden die Kölner Zuschauer Dich feiern :) Und beim nächsten mal wenn Dich einige halbstarke Besuch abstatten, bitte nicht vergessen die Polizei zu rufen anstatt nur dem Trainer davon zu erzählen. Schade dass mit Berlin nichts geworden ist, aber Aue ist auch super.
2. Ich denke der FC
Hank Hill 09.01.2013
war damals froh den Spieler gehen zu lassen. Sicher ist es unmoeglich einen Spieler so zu bedrohen, kriminell, keine Frage. Aber die Vorwuefe der Poebel habe den FC erpresst sind falsch. Tatsache ist, dass Pezzoni auf der Lohnliste stand und fuer den Verein nie wirklich etwas gebracht hat. Da waren die Vorfaelle eine Steilvorlage welche die Geschaeftsfuehrung des FC verwandelt hat. Im realen Leben passiert das dauernd. Firma will Mitarbeiter loswerden, Mitarbeiter macht einen Fehler und Tschuess. Kein Hahn kraeht danach. Mit seinen bescheidenen fussballerischen Mitteln hat Herr Pezzoni jedenfalls schon bis jetzt weitaus mehr verdient, als in jedem anderen moeglichen Beruf. Als Koelner trauer ich ihm jedenfalls nicht nach.
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