Fußball-WM 2022 Rummenigge wünscht sich Winter-Turnier in Katar

Eine Fußball-WM in Katar bei extremer Sommerhitze - für Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge ist das eine Horrorvorstellung. Das Turnier müsse stattdessen im Winter stattfinden. Zudem nahm Rummenigge einen Bayern-Spieler gegen Vorwürfe in Schutz.

Bayern-Vorstand Rummenigge: "Verlegung in den Winter sinnvoll"
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Bayern-Vorstand Rummenigge: "Verlegung in den Winter sinnvoll"


Hamburg - Karl-Heinz Rummenigge hat sich für eine Verlegung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in den Winter ausgesprochen. Nach seiner Rückkehr von einer Sitzung der europäischen Clubvereinigung im WM-Ausrichterland Katar sagte Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender in einem Interview mit der Münchner Tageszeitung "tz": "Im Interesse der Spieler und der Fans, die diesen Temperaturen ausgesetzt sind, wäre eine Verlegung in den Winter sinnvoll." Die Entscheidung müsse aber letztlich die Fifa fällen.

Angesichts der hohen Temperaturen in dem Emirat am Persischen Golf sei eine Durchführung mit Blick auf die Belastung für die Spieler nicht sinnvoll. Rummenigge: "Die Temperaturen im Juni sind ja bekannt. Wenn die Fifa das Thema aufgreift, haben wir beschlossen, uns nicht zu verschließen. Wir, die Clubs, haben schließlich die Verantwortung für die Spieler!"

In dem Gespräch mit der "tz" nahm Rummenigge auch Bayerns Nationalspieler Bastian Schweinsteiger gegen Vorwürfe früherer Fußballstars in Schutz. Günter Netzer hatte die Spielweise Schweinsteigers kritisiert, der Ex-Schalker und Ex-Münchner Olaf Thon sagte sogar dessen baldiges Ende in der Nationalmannschaft voraus, da er nach seinem Ermessen zu langsam geworden sei.

"Olaf Thon hätte wahrscheinlich gern so gut gespielt, wie Bastian Schweinsteiger es tut. Vielleicht ist es bei Thon auch ein bisschen Frust, weil er heute im Fußball keine Rolle mehr spielt", sagte Rummenigge, "wir sind jedenfalls sehr zufrieden mit Bastian."

Ein Blick auf die Länderspiele von Olaf Thon und Bastian Schweinsteiger spreche in Qualität wie Quantität eine klare Sprache zugunsten von Schweinsteiger, so Rummenigge, "damit ist die Diskussion auch beendet".

aha/dpa



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hbmaenchen 12.02.2013
1. Ein Sportturnier
in Arabien ist, wegen der Hitze und auch wegen der Moralvorstellungen (Oben ohne der Fans) kaum machbar. Das ganze Turnier wurde doch gekauft. Blatter muss weg und damit die ganze Korruption.
Frankinho 12.02.2013
2.
Lernt man das eigentlich in der Münchener Sprach- und Rheotrikschule, grundsätzlich persönlich zu werden, wenn einem eine Aussage nicht in den Kram passt? Hier räuchert Rummenigge gegen Thon, unlängst traf schon Hoeness gegen Matthäus elegant unterhalb der Gürtellinie - auffällig ist das schon.
icke44 12.02.2013
3. Ein Vergleich...
... Schweinsteiger/ Thon sollte besser dann vorgenommen werden, wenn beide aktive Laufbahnen beendet worden sind.
remmbremmerdeng 12.02.2013
4. Sommer an der Golfküste
Da Katar kein sehr großes Land ist, dürfte das Klima an den Austragungsorten von der Küstennähe beeinflußt seien. D.h. wenn, dann ist so eine grätzige Hitze mit hohen Temperaturen UND hoher Luftfeuchte zu erwarten, die einen wie ein Insektenschwarm anfällt (spreche aus Erfahrung). Anders wäre es, wenn die Stadien mitten in der Wüste lägen, hunderte Kilometer von der Küste entfernt. Die trockene Sommerhitze da unten ist auch extrem, aber vergleichsweise besser auszuhalten. Darüber, daß es grundsätzlich ein riesengroßer Schwachsinn ist, die WM am Persischen Golf auszurichten, sind bereits genug Bücher geschreiben worden.
un-Diplomat 12.02.2013
5. Typisch für Bayernfunktionäre, ...
Zitat von FrankinhoLernt man das eigentlich in der Münchener Sprach- und Rheotrikschule, grundsätzlich persönlich zu werden, wenn einem eine Aussage nicht in den Kram passt? Hier räuchert Rummenigge gegen Thon, unlängst traf schon Hoeness gegen Matthäus elegant unterhalb der Gürtellinie - auffällig ist das schon.
... andere Meinungen nicht tolerieren zu können. Dies kann diese Sippschaft immer noch vom Franz lernen - der geht mit sowas genauso souverän um wie mit seinen wechselnden Meinungsäußerungen. Im Grunde haben Netzer, Thom und andere Recht. Und Rumpelnickes Vergleich Schweini mit Thom ist geradezu lächerlich. Da hilft nur, die Feinde unter Vertrag nehmen und dann vernichten wie Klinsmann, bzw. ehrabschneidend zu entlassen wie vG, Otto und Felix. Ekelhaft dieses Gehabe, bei ihrem Leistungsniveau.
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