Absurder Vorschlag Russischer Rechtsextremist will Hooliganismus zum "Sport" machen

Schlägereien als Mannschaftssport: Vorstandsmitglied Igor Lebedew vom russischen Fußballverband hat vorgeschlagen, Hooliganismus mit festen Regeln zu erlauben. Bereits während der EM 2016 fiel der Politiker negativ auf.

Russische Hooligans während einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem englischen Fan (r.) bei der EM 2016 (Archivfoto)
DPA

Russische Hooligans während einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem englischen Fan (r.) bei der EM 2016 (Archivfoto)


Seltsamer Vorschlag aus Russland: Gut ein Jahr vor der Fußball-Heim-WM hat ein Vorstandsmitglied des russischen Verbandes RFS, Igor Lebedew, angeregt, Hooliganismus mit einem festen Regelsatz zu erlauben. Während nach den gewalttätigen Zusammenstößen bei der EM in Frankreich Ausschreitungen in Russland befürchtet werden, relativiert Lebedew die Schläger als "aufrichtige Unterstützer".

Er sähe Russland gar als Pionier in dem neuen "Sport", der als Mannschaftswettbewerb mit je 20 Mann ausgetragen werden würde. "Wenn Gästefans eine Schlägerei anzetteln, erhalten sie eine Antwort - deine Herausforderung wird angenommen. Lasst uns zu einer bestimmten Zeit am Stadion treffen. Sie können sich mit den Regeln auf unserem Platz vertraut machen", schrieb Lebedew auf der Website seiner Partei.

Igor Lebedew
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Igor Lebedew

Lebedew ist Parlamentsabgeordneter, stellvertretender Sprecher der Staatsduma und gehört der rechtsnationalen LDPR an. Schon nach den Krawallen von Marseille bei der EM machte er negative Schlagzeilen: So feuerte er die Schläger via Twitter an ("Macht weiter so!") und erklärte, dass er "nichts Schlimmes an kämpfenden Fans finden" könne.

mru/sid



insgesamt 21 Beiträge
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geotie 05.03.2017
1.
Und wann sehe ich wie dieser Igor Lebedew sich diesen Sport widmet? Er dürfte sich beim Prügel einstecken nicht beklagen dürfen, da er sich voll positiv dafür ausgesprochen hat.
Sissy.Voss 05.03.2017
2. Gute Idee
Das ist mal eine wirklich gute, der gesellschaftlichen Entwicklung verpflichtete Idee. Warum sollen sich die Hooligans der spielenden Vereine nicht vorher oder nachher eine ehrliche Schlacht liefern? Der Verein, dessen Hooligans mehr von den anderen krankenhausreif geschlagen haben, erhält einen zusätzlichen Punkt. Direkte Beteiligung und Bürgernähe ist doch das Thema des Tages. Wunderbar. Natürlich - wenn mehr als 100 gegnerische Fans dabei umkommen, dann sollte der gewinnende Club disqualifiziert werden. Wir wollen ja nicht, dass Fußball zu einem Intelletuellen-Vergnügen wird. Im Ernst: wenn so etwas diskutiert werden sollte, dann sollte man den Proles-Sport Fußball endgültig abschaffen.
stockfisch1946 05.03.2017
3. Total netter Typ.
Jetzt weiß man ja rechtzeitig bevor man die Karten kauft worauf man sich einlässt. Also wirklich vielen Dank.....
carinanavis 05.03.2017
4. nicht schlecht die idee
Übrigens gibt es seit Jahrhunderten in Florenz eine dem Fussball verwandte Sportart, die einfache Regeln hat: Calcio storico. https://www.youtube.com/watch?v=P-B2EFxQ8fU Die Kampfsportelement sind offensichtlich, Waffen jeglicher Art sind verboten, doch die Brutalität dürfte vielen Hooligans zusagen. Und ein wenig Fussball kann außerdem gespielt werden.
tottusmaximus 05.03.2017
5. Spitze Idee !
Sollen die sich im Käfig die Rübe einhauen und nicht an Orten wo Familien sich treffen.
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