Turnier 2018 WM-Gastgeber Russland kürzt Etat

Russland speckt bei der WM ab: Um 500 Millionen Euro wird der Etat für das Weltturnier in drei Jahren gekürzt. Nach Regierungsangaben sind dabei aber "nur überflüssige Projekte" betroffen.

WM-Gastgeber Russland: Streichungen beim Turnier-Budget
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WM-Gastgeber Russland: Streichungen beim Turnier-Budget


Wegen der schweren Wirtschaftskrise kürzt Gastgeber Russland sein Budget für die Fußball-WM 2018 um rund 30 Milliarden Rubel (knapp 500 Millionen Euro). Das geht aus einer Verordnung von Ministerpräsident Dmitrij Medwedew hervor, die die Regierung am Montag veröffentlichte.

Die Zahl der Trainingszentren je WM-Stadion etwa werde von vier auf drei beschränkt, sagte Sportminister Witali Mutko der Agentur R-Sport. Zudem sollen weniger Hotels gebaut werden. "Es geht lediglich um überflüssige Objekte", betonte Mutko. An den insgesamt zwölf Stadien werde nicht weiter gespart.

In den vergangenen Monaten hatte Russland mehrfach seine WM-Pläne zusammengestrichen. Unter anderem sollen Tausende vorgesehene Sitzplätze in den WM-Arenen eingespart werden. Mit der jüngsten Kürzung liegt der vorgesehene WM-Haushalt bei rund 631,5 Milliarden Rubel (etwa 10,2 Milliarden Euro). Experten erwarten aber Gesamtkosten von mehr als 30 Milliarden Euro.

aha/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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peroxyacetylnitrat 22.06.2015
1.
Hm, überflüssige Dinge... Warum plant man die dann überhaupt?! oder sind Dinge wie Hotels erst überflüssig geworden, weil man davon ausgeht dass sowieso kaum noch jemand kommt ;-P? halt, ich weiß, der ganze Ukrainekonflikt und die wechselseitigen sanktionsspiele hatten nur den Zweck, dass man am Ende überflüssige Dinge in der WM-Planung streichen und so Geld sparen kann :-D (Hey, Verschwörungstheorien sind doch in ;-)...)
hapebo 22.06.2015
2. Brauchts eine WM 2018?
Die ganze WM in Russland 2018 ist überflüssig.Das Geld das dort verbaut wird für Stadien die nach dem Ereigniss verfallen s.Südafrika,ist woanders und zwar bei den Menschen besser angelegt.
Poco Loco 22.06.2015
3. Hätte Putin auch schon vorher wissen können.
Für die Olympiade in Sotchi sind ca. 40-50 Milliarden € verbraten worden, seither ist dort nicht mehr viel passiert nehme ich an, zumindest bei weitem nicht soviel, dass diese gigantische Summe gerechtfertigt gewesen wäre. Sotchi wird eine ähnliche Bauruine werden, wie wir diese auch schon in Griechenland und Südafrika bewundern können. Aber es muss immer erst weh tun, um zu einer ökonomischen Vernunft zurück zu kehren. Der Mensch ist halt, in seinem unstillbaren und einfältigen Größenwahn nur schwer zu bremsen. Jetzt wird das Geld knapp und schon geht es auch ein bischen bescheidener, manche Leute müssen halt zu Ihrem Glück gezwungen werden.
go-west 22.06.2015
4. Die Ausgaben sollten gegen 0 gehen,
nämlich durch einen Ersatz dieses für eine solche Ausrichtung untragbaren Landes.
Niederbayer 22.06.2015
5. Reif für die Insel
Gebt die WM 2018 den Engländern. Die haben die nötige Infrastruktur bereits und dürften mit relativ kleinen Investments auskommen. Mit dem gesparten Geld kann sich Putin dann um seine Bevölkerung kümmern. Der nächste Winter kommt bestimmt.
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