Bayern-Sportvorstand Sammer nimmt RB Leipzig in Schutz

"Ein paar Traditionalisten schreien herum, aber das ist nicht in Ordnung": Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer verteidigt den umstrittenen Zweitliga-Klub RB Leipzig. Immerhin schaffe der Verein Arbeitsplätze in der Region.

Sammer: "Es gibt immer einen lachenden Dritten"
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Sammer: "Es gibt immer einen lachenden Dritten"


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Hamburg - Matthias Sammer sieht die Entwicklung beim Fußball-Zweitligisten RasenBallsport Leipzig positiv. Der Aufstieg des vom Brausehersteller Red Bull gesponserten Klubs ist für den Sportvorstand des FC Bayern München auch eine Art Konjunkturhilfe für die Region. "Das schafft natürlich auch Arbeitsplätze. Dementsprechend bin ich dem immer positiv gegenüber gestanden", sagte der gebürtige Dresdner "NDR Info".

Ursachen für den Erfolg des österreichischen Unternehmens sieht Sammer auch in regionalen Strukturproblemen. "Ein paar Traditionalisten werden wieder rumschreien und weinen, aber das ist nicht in Ordnung. Wenn es Lok und Chemie Leipzig nach der Wende nicht geschafft haben, ihre Kraft im Interesse des Fußballs vor Ort zu bündeln - dann gibt es immer einen lachenden Dritten", sagte der 47-Jährige.

RB Leipzig peilt den Aufstieg in die Bundesliga an. Fans von Traditionsclubs kritisieren, dass der Club ein Kunstprodukt und nicht historisch gewachsen sei. Wegen der Finanzierung durch Red Bull aus Salzburg sei keine Chancengleichheit vorhanden.

cte/dpa



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phboerker 02.10.2014
1. Chancengleichheit und Ostclubs
Bei im Osten beheimateten Clubs irgendwas von Chancengleichheit zu faseln, ist ja nun auch schon zynisch. Sind wahrscheinlich dieselben Leute, die es damals schon falsch fanden, ganze drei Ostclubs in die Bundesliga zu lassen.
heyheymymy 02.10.2014
2.
der dfb hat zwei jahrzehnte lang versäumt den fussball der östlichen bundesländer dauerhaft konkurrenzfähig machen. dass dann ein konzern wie red bull herkommt und sich das zunutze macht ist natürlich eine logische konsequenz. die muss man aber nicht gut finden. sicher ist kommerzsport besser als gar kein sport, muss man aber trotzdem nicht gut finden. und man muss auch nicht alles gut finden was arbeitsplätze schafft, denn der kulturelle und sportliche erfolg einer gesellschaft definiert sich nicht über die zahl der arbeitsplätze.
hmnagut 02.10.2014
3. HSV Fan
was fürn dämliches Gelaber. Welcher Verein kommt denn bitte ohne Sponsoren aus? AC Mailand - Berlusconi. Real Madrid - keine Ahnung wie der Bau Multi heisst. Bayern München - Audi, Telekom, Adidas. Und kommt mir jetzt nicht damit das Matuschitz oder wie der heißt das Sagen hat, der ist bestimmt noch nie in seinem Leben in Leipzig gewesen. sollte man diesen fairplay schitt einführen, na dann zählt er dem Verein das Geld halt für Brust und Bandenwerbung. da kann n and was gegen machen, oder wollen Sie die Werbung dafür abschaffen Herr Rummenigge?
MarkusW77 02.10.2014
4.
Tradition ist ein schöner Begriff, wird manchmal überbewertet manchmal zu wenig gewürdigt. Neues ist auch wichtig und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Fußball mit seinen Höhen und Tiefen lebt allerdings ganz klar von den Emotionen und der Treue der Fans. Ohne Fans hat man ja beim Geisterspiel in Moskau erlebt, wie bizarr die Atmosphäre selbst am TV war. Vereine wie hoffenheim oder Wolfsburg würden in Krisenzeiten keine 5000 Zuschauer anlocken, bei Auswärtsspielen kommen an ungünstigen Tagen jetzt schon keine 200. Leipzig mag aufgrund der Region eine Ausnahme sein, machen allerdings Vereine wie hoffenheim die Runde, (Spielzeuge von reichen) stirbt die Liga, bzw das Erlebnis "stadionbesuch" mm
spon-1274700444768 02.10.2014
5. Sammer...
...meint immer, alles kommentieren zu müssen. Er nervt einfach
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