DFB-Rücktritt von Sandro Wagner Der Polarisierer

Er sei der beste deutsche Stürmer, und Profifußballer verdienten zu wenig: Sandro Wagner hat oft für Aufsehen gesorgt, auf dem Platz und daneben. Nun hat er seine DFB-Karriere beendet - nach nur acht Spielen.

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"Ernst nehmen" konnte er die Entscheidung des Bundestrainers Joachim Löw nicht: Sandro Wagner hat auf seine Nicht-Nominierung für den erweiterten Kader für die Fußball-WM in Russland gewohnt meinungsstark reagiert. Der 30 Jahre alte Angreifer zog zudem Konsequenzen und beendete seine Karriere in der Nationalmannschaft - nach acht Spielen und einem Titel (Confed Cup im vergangenen Jahr).

An Wagner scheiden sich die Geister, seine Aussagen sind für die einen "klare Kante", für die anderen arrogant. Mit selbstbewussten Sätzen wie "Ich bin in meinen Augen seit einiger Zeit mit Abstand der beste deutsche Stürmer" oder der Feststellung, dass Fußballprofis gemessen an dem, was sie alles aufgeben, zu wenig Geld verdienen würden, polarisierte Wagner immer wieder.

Sein Bundesliga-Debüt feierte er 2007 im Trikot des FC Bayern, dann führte ihn sein Weg über den MSV Duisburg, Werder Bremen, Kaiserslautern und Hertha BSC zum SV Darmstadt. Bei dem damaligen Aufsteiger erlebte Wagner seine bis dato wohl beste Saison. Seine 14 Tore brachten ihn zur TSG Hoffenheim, bevor er zur Rückrunde der abgelaufenen Saison zu den Bayern zurückkehrte.

Hier finden Sie seine markantesten Sprüche und alle Stationen seiner Karriere:

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Rücktritt von Sandro Wagner: Über Darmstadt zum DFB

mon/bka



insgesamt 142 Beiträge
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häuptling83 17.05.2018
1. Durch seine Äußerungen
sowie durch seinen Rücktritt nach acht (!) Länderspielen rechtfertigt Wagner lediglich die Entscheidung von Jogi Löw.
gnarze 17.05.2018
2. Es wird der Zeitpunkt kommen,
wo man sich Wagner zurück wünscht. Bestes Beispiel war das Spiel gegen Brasilien - Rückstand, keine Ideen, keine Torgefahr. Nach seiner Einwechslung wurde der Sturm merklich bewegt.
uhrentoaster 17.05.2018
3. Überschätzt
Wagner hat in dieser Saison gezeigt, dass er eben nicht der beste deutsche Stürmer ist. Der Mann leidet an Selbstüberschätzung, Minderwertigkeitskomplexen oder was auch immer. Es ist gut, dass ihn Jogi nicht mitgenommen hat und es ist auch gut, dass er zukünftig nicht mehr in der Nationalelf spielen wird. Offen ist okay, aber wenn jemand die Bodenhaftung verliert und dies nicht mit Leistung ausgleicht, dann sollte er den Mund halten.
werder11 17.05.2018
4. wagners entscheidung
ist nachzuvollziehen und ohnehin logisch, denn, wenn er jetzt nicht an der wm teil nimmt, wird er es auch nicht bei der naechsten tuen - andererseits ist petersen als alternative geradezu ein witz - freiburg oder früher cottbus sind seine heimat - da ist er stark und sonst nirgends - beispiel werder, wo er mangels wirksamkeit ausgeliehen wurde - wenn man einen stürmer wie wagner hat, dann muß er dabei sein, aber wir müssen ja nicht auch schon wieder den titel holen!
Trollflüsterer 17.05.2018
5.
ich finde es gut, dass solch ein Charakter nicht 4 Wochen 24/7 Teil des WM Team ist. so ein Egomane kann in so langer und enger Zeit den Team Spirit aufweichen. Und genau der war in letzter Zeit einer unserer Stärken. es gab selten bis nie einer Spieler, der mir unsympathischer war.
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