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Fußball-Zweitligist: SC Paderborn trennt sich von Trainer Stefan Effenberg

Effenbergs Karriere: Gladbach, Bayern, Stinkefinger Fotos
DPA

Seit zwölf Ligaspielen hat der SC Paderborn nicht mehr gewonnen. Nun hat der Klub Cheftrainer Stefan Effenberg entlassen. Er war keine fünf Monate im Amt.

Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist SC Paderborn 07 hat sich von seinem Trainer Stefan Effenberg getrennt. Präsident Wilfried Finke habe dem 47-Jährigen mitgeteilt, dass der Verein die Zusammenarbeit mit ihm beende. Das gab der Klub am späten Mittwochabend bekannt. Weitere Details sollen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mitgeteilt werden, sie ist für 14 Uhr angesetzt.

Effenberg hatte das Amt in Paderborn Mitte Oktober übernommen und einen Vertrag bis Ende Juni 2017 unterschrieben. Nach einem positiven Start mit Siegen gegen Eintracht Braunschweig und bei Union Berlin (beide 2:0) blieben die Ergebnisse allerdings aus. Dem Scheitern in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Borussia Dortmund (1:7) folgten zwölf Ligaspiele ohne Sieg. Am Dienstag war der SCP nicht über ein 0:0 beim Karlsruher SC hinausgekommen.

Die Paderborner sind nach der vergangenen Saison aus der Fußballbundesliga abgestiegen. Momentan stehen sie nach 24 Spieltagen mit 19 Punkten und einer miserablen Tordifferenz auf dem 17. Tabellenplatz der Zweiten Liga - was am Saisonende den direkten Abstieg bedeuten würde.

Klub-Präsident Finke hatte noch Ende Februar über Effenberg gesagt: "Wir halten an ihm fest. Dafür nehmen wir notfalls auch den Abstieg in Kauf." Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass Effenberg aktuell nicht über eine gültige Trainerlizenz verfügt.

Gladbach, Bayern, Stinkefinger

Der Job bei Paderborn war Effenbergs erste Station als Coach. Als Spieler gehörte er zu den besten Fußballern Deutschlands: Der gebürtige Hamburger war zwischen 1987 und 2004 für Borussia Mönchengladbach, den FC Bayern, AC Florenz, VfL Wolfsburg und Al-Arabi Sports Club aktiv. Mit den Münchnern wurde er unter anderem dreimal Deutscher Meister und gewann einmal die Champions League.

Für die deutsche Nationalmannschaft lief Effenberg 35-mal auf, blieb aber vor allem wegen seiner Entgleisung während der WM 1994 in den USA in Erinnerung. Nach dem Gruppenspiel gegen Südkorea (3:2) pfiffen einige deutsche Fans das Team aus. Effenberg zeigte ihnen deswegen den Mittelfinger und wurde anschließend von Bundestrainer Berti Vogts nach Hause geschickt (hier sehen Sie wichtige Stationen aus Effenbergs Karriere in Bildern).

aar/dpa/sid

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