Schalke-Boss Tönnies steht zu Putin und zu Gazprom

"Null Komma null zu beanstanden": Schalke-Chef Clemens Tönnies sieht keinerlei Auswirkungen der Krim-Krise auf den Sponsoren-Deal mit dem russischen Unternehmen Gazprom. Zu Russlands Präsident Wladimir Putin pflege er nach wie vor ein gutes Verhältnis.

Schalke-Boss Tönnies: "Ich sehe da überhaupt kein Problem"
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Schalke-Boss Tönnies: "Ich sehe da überhaupt kein Problem"


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Clubboss Clemens Tönnies von Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 fürchtet trotz der Krim-Krise keine Auswirkungen auf den Sponsor-Vertrag mit dem russischen Erdgas-Unternehmen Gazprom. Der 57-Jährige sieht die Russen als zuverlässige Partner. "Nein, ich sehe da überhaupt kein Problem, für mich ist da null Komma null zu beanstanden", sagte Tönnies der "Bild"-Zeitung.

Gazprom lässt sich sein Engagement bei den "Königsblauen" 17 Millionen Euro pro Jahr kosten. "Gazprom ist ein starker und zuverlässiger Partner, dem das Wohlergehen von Schalke am Herzen liegt", sagte der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende.

Außerdem betonte der Fleisch-Unternehmer sein gutes Verhältnis zu Russlands Präsident Wladimir Putin. "Ich bin kein Weltpolitiker. Aber wir freuen uns, wenn wir uns sehen. Er erkundigt sich dann auch nach Schalke. Wir haben ein gutes Verhältnis - dazu stehe ich", so Tönnies.

Natürlich sei die russische Annexion der Krim aus deutscher Sicht ein Fehler. Doch nun dürfe die Eskalation nicht weitergehen. Dabei denke Tönnies, dass der Sport grundsätzlich aus der Weltpolitik herausgehalten werden sollte.

Die Schalker hatten bereits in der Vorwoche Forderungen des FDP-Europapolitikers Alexander Graf Lambsdorff nach einem Verzicht auf das Logo des russischen Energiekonzerns zurückgewiesen. Dazu hatte Lambsdorff den Verein angesichts des russischen Vorgehens auf der Krim aufgefordert.

aha/sid/dpa

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insgesamt 43 Beiträge
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hobbyleser 24.03.2014
1. Warum auch nicht?
Zum einen interessiert es den Fußball eh nicht, wo die Kohle herkommt (vgl. Katar) oder ob er sozialen Brennstoff birgt (Brasilien) oder ob es sich um Menschenrechtsverletzer handelt (EM Ukraine, WM Katar); zum anderen kauft sich Gasprom doch schon seit jahren durch europäische Infrastruktur. Da ist so ein Fußballclub noch das harmloseste.
pefete 24.03.2014
2.
das muss er sagen. den fehler hat schalke schon vor jahren gemacht, als sie sich an putin verkauft haben.
kein_gut_mensch 24.03.2014
3. Haha ...
Zitat von sysopDPA"Null Komma Null zu beanstanden": Schalke-Chef Clemens Tönnies sieht keinerlei Auswirkungen der Krim-Krise auf den Sponsoren-Deal mit dem russischen Unternehmen Gazprom. Zu Russlands Präsident Wladimir Putin pflege er nach wie vor ein gutes Verhältnis. http://www.spiegel.de/sport/fussball/schalke-04-toennies-verteidigt-putin-und-sponsor-gazprom-a-960383.html
Schalke halt. Das man den Deal nicht so ohne weiteres abgibt sehe ich ja noch ein. Aber die Kommentare zu Putin oder der Krim sollte man sich dann doch sparen. "Das ist ein Fehler" ist auch mal ne nette Formulierung.
feri-aus-berlin 24.03.2014
4. ja, ne .. is klar
hat die FIFA, also der oberste Dachverband, nicht vor kurzem erst gesagt, dass die WM dennoch weiterhin in Russland stattfinden wird ? lächerlich nun Forderungen zu stellen, dass nun die untersten Ebenen "sanktionowren" sollen während oben immer noch korrupte Mrd Deals gemacht werden. Entzieht ihnen erstmal das Turnier, danach reden wir weiter .
Nonsens 24.03.2014
5. Ausgerechnet
Zitat von sysopDPA"Null Komma Null zu beanstanden": Schalke-Chef Clemens Tönnies sieht keinerlei Auswirkungen der Krim-Krise auf den Sponsoren-Deal mit dem russischen Unternehmen Gazprom. Zu Russlands Präsident Wladimir Putin pflege er nach wie vor ein gutes Verhältnis. http://www.spiegel.de/sport/fussball/schalke-04-toennies-verteidigt-putin-und-sponsor-gazprom-a-960383.html
Graf Lambsdorff mandelt sich auf. Der soll sich lieber um seine eigene saubere Familie kümmern. Den Onkel, den verurteilten Verbrecher hat er wohl schon vergessen.
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