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Tor-Skandal von Berlin: Fandel nimmt Schiedsrichter Meyer in Schutz

Schiedsrichter-Boss Fandel: "Hervorragender Auftritt" Zur Großansicht
Bongarts/Getty Images

Schiedsrichter-Boss Fandel: "Hervorragender Auftritt"

Rückendeckung für Florian Meyer: Der Schiedsrichter, der im Pokalfinale ein reguläres Dortmunder Tor übersah, hat vom DFB demonstrativ Lob bekommen. Abgesehen von dieser Entscheidung habe der Unparteiische sehr gut gepfiffen.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichterkommission, Herbert Fandel, hat den Unparteiischen Florian Meyer nach dessen Fehlentscheidung im Pokalfinale vom Samstag in Schutz genommen. Ausdrücklich würdigte Fandel die Leistung von Meyer im Endspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund am vergangenen Samstag.

Der Unparteiische war wegen des nicht gegebenen Treffers von Mats Hummels heftig in die Kritik geraten. Es könne doch nicht sein, dass der Auftritt von Meyer nur an dieser Entscheidung gemessen werde, sagte Fandel, der selbst langjähriger Fifa-Referee war.

"Wenn man das Tor ausklammert, war es ein hervorragender Auftritt von ihm in einem sehr intensiven Spiel", sagte Fandel. Meyers Assistent Frank Willenborg sei nach der Partie "kreidebleich" in die Kabine gekommen. "Aber das sind Menschen, keine Maschinen und eben keine Torlinientechnologie", sagte Fandel.

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Hummels' nicht gegebenes Tor: Dante, der Ball und die Torlinie
In diesem Zusammenhang sprach er sich erneut vehement für die Einführung der Torlinientechnologie aus. "Die Nutzung der Torlinientechnologie würde dieser niveaulosen Diskussion ein Ende setzen, gerade auch noch so einem großartigen Finale", sagte Fandel.

Der Chef der DFB-Schiedsrichter-Kommission hat darüber hinaus die Leistungen der Bundesliga-Referees in der zweiten Saisonhälfte gelobt. "Auf eine durchwachsene Vorrunde folgte eine erstklassige Rückrunde", sagte der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission am Montag in Frankfurt am Main. "Die Jungs haben nach der Hinserie zurecht Druck bekommen, haben diesem Druck aber sehr gut standgehalten."

Vor allem nach dem Phantomtor von Hoffenheim, bei dem der deutsche WM-Schiedsrichter Felix Brych übersehen hatte, dass ein Kopfball des Leverkusener Stürmers Stefan Kießling nur ans Außennetz gegangen war, hatten die Unparteiischen massiv in der Kritik gestanden.

aha/dpa

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1. Pfeiffen unter sich
m.breitkopf 19.05.2014
Zitat von sysopBongarts/Getty ImagesRückendeckung für Florian Meyer: Der Schiedsrichter, der im Pokalfinale ein reguläres Dortmunder Tor übersah, hat vom DFB demonstrativ Lob bekommen. Abgesehen von dieser Entscheidung habe der Unparteiische sehr gut gepfiffen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/schiedsrichter-obmann-fandel-nimmt-meyer-nach-pokalfinale-in-schutz-a-970245.html
"Abgesehen von dieser Entscheidung..." Dortmund muss sich also vom DFB auch noch verhöhnen lassen. Oder was nutzt es 90 Minuten "sehr gut zu pfeiffen", wenn man mit einer krassen Fehlentscheidung das ganze Spiel entscheidet?
2.
gg72 19.05.2014
Zitat von sysopBongarts/Getty ImagesRückendeckung für Florian Meyer: Der Schiedsrichter, der im Pokalfinale ein reguläres Dortmunder Tor übersah, hat vom DFB demonstrativ Lob bekommen. Abgesehen von dieser Entscheidung habe der Unparteiische sehr gut gepfiffen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/schiedsrichter-obmann-fandel-nimmt-meyer-nach-pokalfinale-in-schutz-a-970245.html
Doch, der Schiedsrichter war schlecht, anders kann man das nicht bezeichnen! Er hätte schon Lahm bei seinem offensichtlichen taktischen Foul die gelbe Karte zeigen MÜSSEN! Leider ist es halt so, das immer zugunsten des FC Bayern München entschieden wird. Siehe auch Basketball Playoffs FC Bayern München gegen Ludwigsburg. Ein Schelm wer böses oder besonders gute Beziehungen vermutet.
3. Der Ball liegt längst im Tor des DFB
laotse8 19.05.2014
Zitat von sysopBongarts/Getty ImagesRückendeckung für Florian Meyer: Der Schiedsrichter, der im Pokalfinale ein reguläres Dortmunder Tor übersah, hat vom DFB demonstrativ Lob bekommen. Abgesehen von dieser Entscheidung habe der Unparteiische sehr gut gepfiffen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/schiedsrichter-obmann-fandel-nimmt-meyer-nach-pokalfinale-in-schutz-a-970245.html
Ein weiterer Grund die im Eiskockey bewährte Technik von Torkameras in Kombination mit Balldigitalisierung im DFB-Bereich jetzt probeweise einzuführen, um dem Hauptschiedsrichter und dem 4. Offiziellen des Spiels "just in time" akustisch mitzuteilen, ob der Ball die Linie - wenn auch nur für 1/100 Sekunde - in vollem Umfang überquert hat! Technik, die den Schiedsrichter nicht ersetzt, sondern seine natürlichen menschlichen Grenzen im Sine erhöhter Fairness und Sportlichkeit erweitert. Der DFB muss aus der Defensive kommen und handeln!
4. und...
spon-facebook-10000404849 19.05.2014
..in Zeiten, in denen es nicht mehr nur um sportlichen Erfolg und die Ehre, sondern um zig Millionen Einnahmen geht, ist eine solche Fehlleistung, die ein Spiel entscheiden und seinen Ablauf auf den Kopf stellen kann, nicht mehr hinnehmbar.
5.
Realist111 19.05.2014
Zitat von m.breitkopf"Abgesehen von dieser Entscheidung..." Dortmund muss sich also vom DFB auch noch verhöhnen lassen. Oder was nutzt es 90 Minuten "sehr gut zu pfeiffen", wenn man mit einer krassen Fehlentscheidung das ganze Spiel entscheidet?
Es war ja nicht die einzige fragwürdige Aktion des Herrn SR - deshalb ist Fandels Äußerung ein Witz "Wenn man das Tor ausklammert, war es ein hervorragender Auftritt von ihm in einem sehr intensiven Spiel" Ph. Lahm hätte nach 15 min zwingend gelb sehen müssen, weshalb ein T. Kroos nach seiner gelben Karte trotz zweier weiterer grober Foulspiele bis zum Ende auf dem Platz stand, weiß auch kein neutraler Beobachter ... naja ... "hervorragender Auftriitt des SR eben ... Schlimm, solche Äußerungen! Hätte er geschwiegen, ...
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