Flüchtlingshilfe im Fußball Schweizer Verband führt Torspende ein

500 Schweizer Franken für jedes erzielte Tor: Damit will der Fußballverband des Nachbarlandes die Flüchtlingshilfe unterstützen. Auch der DFB legt bei seinen Integrationsprojekten nach.

Jubelnde Spieler des FC Basel: Möglichst oft am Wochenende treffen
AFP

Jubelnde Spieler des FC Basel: Möglichst oft am Wochenende treffen


Der Schweizer Fußballverband SFL führt am kommenden Spieltag eine Torspende für Flüchtlinge ein. Für jeden Treffer in der ersten und zweiten Liga stellt die SFL 500 Schweizer Franken (455 Euro) für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung.

"In der vergangenen Saison waren in unseren Ligen Spieler aus rund 50 Nationen vertreten. Unsere Klubs wissen aus ihrem Alltag um die Bedeutung von Integration und Solidarität", sagte Verbandspräsident Heinrich Schifferle.

Wenn die Torspende bereits am vergangenen Spieltag eingeführt worden wäre, hätte die SFL für die dünne Ausbeute von 13 Toren der ersten und 19 der zweiten Liga insgesamt allerdings nur 14.500 Franken, umgerechnet rund 13.200 Euro, gespendet.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat derweil seine ursprünglich bis 2016 geplante Flüchtlingsinitiative "1:0 für ein Willkommen" um drei Jahre bis 2019 verlängert. Durch die Initiative werden Vereine, die Flüchtlingen Fußballangebote machen, mit 500 Euro unterstützt.

Seit dem Start im März haben sich rund 600 Vereine für eine Teilnahme beworben, für 2015 und 2016 war die Kampagne mit 600.000 Euro budgetiert. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte am Mittwoch nach seinem Besuch einer Flüchtlingsunterkunft im Frankfurter Vorort Egelsbach aber eine Budgeterhöhung versprochen.

"Finanziell reicht es nie. Ich kann ankündigen, dass wir nachbessern werden", sagte Niersbach. Der DFB hat für die Jahre 2017 bis 2019 900.000 Euro zugesagt.

aha/sid



insgesamt 3 Beiträge
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noalk 11.09.2015
1. Frankfurter Vorort?
Egelsbach ist kein Frankfurter Vorort. Zwischen Egelsbach und dem 15 km entfernten Frankfurt liegen noch drei Städte: Langen, Dreieich und Neu-Isenburg.
bushmills 11.09.2015
2. Toll, dann müssen sich besonders talentierte Torhüter ...
... oder versagende Stürmer sich jetzt vorwerfen lassen, fremden- bzw flüchtlingsfeindlich zu sein. Und danebenlangende Torhüter können fehlendes Talent mit Verweis auf sozialkompatibles Spendentopfanfüllen kaschieren. Zur Verbesserung der Trainingseffizienz kommen dann bestimmt auch einige Trainer drauf, die Beträge von den Torhütern selbst bezahlen zu lassen - bei Stürmern wäre dies jedoch eher kontraproduktiv.
821943 11.09.2015
3. @bushmills
Mit vorgetäuschter Ironie versuchen Sie, die so menschlichen Aktionen dieser Sportler lächerlich zu machen. Das lässt ahnen, wie es um Sie bestellt ist! Wie sieht denn Ihr Beitrag für die traumatisierten Kriegsofer und die Vertriebenen aus? Ich vermute: Fehlanzeige!
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