Schwuler Fußballer: Rogers gibt Comeback in der US-Profiliga

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Galaxy-Profi Rogers: "Ich werde diesen Abend niemals vergessen"

Rückkehr unter Beifall: Der schwule Fußballprofi Robbie Rogers hat sein erstes Spiel nach seinem Coming-out bestritten. Er gab sein Debüt im Trikot von Los Angeles Galaxy und feierte einen Sieg. Anschließend zeigte sich der 26-Jährige überglücklich.

Hamburg - Drei Monate nach seinem öffentlichen Bekenntnis zu seiner Homosexualität hat Robbie Rogers eine erfolgreiche Rückkehr in den US-Profifußball gefeiert. Er gab am Sonntag (Ortszeit) beim 4:0 (4:0) gegen die Seattle Sounders vor 24.811 Zuschauern sein Debüt für die Los Angeles Galaxy in der Major League Soccer (MLS).

"Ich werde diesen Abend niemals vergessen. Ich liebe mein neues Zuhause L.A. Galaxy", twitterte Rogers, der in der 77. Spielminute unter großem Beifall eingewechselt wurde und damit der erste offen bekennende schwule MLS-Profi ist. Vor der Partie hatte der 26-Jährige gesagt: "Jahrelang hatte ich Angst, mein Geheimnis mit jemandem zu teilen. Aber ich habe es getan. Ich habe so lange geschwiegen, weil ich dachte, ich könne nicht beides sein: Ein Fußballer und ein homosexueller Athlet. Aber jetzt bin ich hier und alles ist vollkommen normal."

Robbie Keane führte L.A. mit einem Hattrick in der ersten Halbzeit (24./34./44. Minute) fast im Alleingang zum Erfolg, bei dem Sean Franklin (12.) den Treffer zum 1:0 erzielt hatte. "Das Wichtigste ist, dass wir die drei Punkte geholt haben", betonte Rogers. Für seinen Kapitän Keane ist die Tatsache, dass Rogers homosexuell ist, unbedeutend. "Um Gottes willen - wir haben 2013", sagte der Ire: "Egal, wer, wie oder was du bist - wir sind alle gleich."

Coming-out im Februar dieses Jahres

Rogers hatte seine Homosexualität Mitte Februar dieses Jahres auf seiner Homepage öffentlich gemacht und zugleich seinen Rücktritt vom Profifußball erklärt. Doch bereits Ende März hatte er angedeutet, zurückkehren zu wollen. Bis Januar stand Rogers beim mittlerweile zweitklassigen englischen Ex-Meister Leeds United unter Vertrag, zuletzt war er aber an den Drittligist FC Stevenage ausgeliehen. 2008 hatte Rogers mit Columbus Crew die US-Meisterschaft gewonnen.

Rogers hatte 2009 sein Debüt für die Nationalmannschaft der USA gefeiert, stand allerdings nicht im US-Kader für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Im Jahr 2008 nahm er an den Olympischen Spielen in Peking teil. Insgesamt hat er 18 Länderspiele für die USA absolviert.

ham/sid/dpa

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1. ...da fehlen
marty_gi 27.05.2013
...dann nur noch die Briten und Deutschen, und es wird Normalitaet einkehren. Bin stolz auf Robbie - weiter so.
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