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Fifa-Sponsoren: Coca-Cola und McDonald's fordern sofortigen Rücktritt von Sepp Blatter

Fifa-Boss Sepp Blatter: Will bis Februar an seinem Amt festhalten Zur Großansicht
AP/dpa

Fifa-Boss Sepp Blatter: Will bis Februar an seinem Amt festhalten

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Fifa-Boss Sepp Blatter, nun werden die Sponsoren nervös. Als erste Werbepartner fordern Coca-Cola und McDonald's den Schweizer zum Rücktritt auf. Blatter will davon nichts wissen.

Die Großsponsoren des Weltfußballs haben offenbar genug: Wenige Tage nachdem die Schweizer Staatsanwaltschaft im Korruptionsskandal Ermittlungen gegen Fifa-Boss Sepp Blatter aufgenommen hat, fordern Coca-Cola und McDonald's Konsequenzen. Blatter solle umgehend sein Amt niederlegen, teilten die beiden US-Konzerne am Freitag mit.

"Mit jedem Tag, der vergeht, leidet der Ruf der Fifa", erklärte der Getränkehersteller Coca-Cola in einer Pressemitteilung. Der Weltfußballverband brauche "dringend eine umfassende Reform". Diese könne nur durch eine "wirklich unabhängige Herangehensweise" erreicht werden.

Fast-Food-Riese McDonald's erklärte in einem Statement: "Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben den Ruf der Fifa und das Vertrauen in ihre Führung beschädigt."

Der 79-jährige Blatter ließ durch seinen Anwalt mitteilen, er werde nicht zurücktreten. Dies sei nicht im Interesse des Verbands. Er will bis zum 26. Februar an seinem Posten festhalten. Dann soll ein Nachfolger gewählt werden, bis zum 26. Oktober läuft die Bewerbungsfrist.

cvo/kry/Reuters/AP/sid

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insgesamt 76 Beiträge
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1. Die Dinge entwickeln sich ganz gut
Nabob 03.10.2015
Vor allem, weil Blatter mit einer nun offenkundig werdenden Sturköpfigkeit ggü Coca Cola & friends Einblick gewährt in seine Einstellung zu seiner Position in der FIA. Jeder ABC-Schütze weiß inzwischen, dass Blatter auf einem never-come-back-trip ist, nur er nicht und gerade das zeigt, wie fehl am Platz er dort auch aus persönlichen Gründen ist - diese Pfeife, der zu doof ist sich zum Gott zu erheben.
2. Gutes Signal
Manobono 03.10.2015
Würde mich freuen, wenn deutsche Firmen sich anschließen. Es geht auch um die eigene Glaubwürdigkeit.
3.
t.theodor 03.10.2015
Peinlich, die Wirtschaft geht vor und unsere Politiker schweigen. Warum haben unsere bezahlten Volksvertreter bisher nichts gemacht, wegen eigener Beiträge von der FIFA?
4. Barockt
educator 03.10.2015
Barockt, dass multinationelle Sponsoren den Abgang fordern müssen, und nicht ganz einfach die Mitgliederorganisationen der FIFA. Alle haben wohl mitverdient. DFB genauso. Mal sehen wann die Amis Ermittlungen gege Beckenbauer und Co. beginnen. Etwas dass min sich solchen Falles vin dt. Behörden erwarten könnte. Oder läuft das im Fussball wie bei VW? Politik und Manager bürsten sich gegenseitig den Rücken. und in Bayern schon sowieso.
5. zurecht wenig Vertrauen in seine Nachfolger
nofreemen 03.10.2015
Stellt sich die Frage, ob ein Rücktritt vielleicht grösseren Schaden anrichtet. Blatter hat es doch fertig gebracht keine "Toten" zu produzieren im Gegensatz zu so manchen Kollegen dieser Weltherrschaft inklusive Coca Cola und Mc Donalds.
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