Ramos-Spott über Klopp "Nicht sein erstes verlorenes Finale"

Sergio Ramos und Jürgen Klopp werden wohl keine besten Freunde mehr. Der Kapitän von Real Madrid hat Kritik Klopps an seiner Spielweise zurückgewiesen und mit Spott über den Liverpooler Trainer geantwortet.

Real-Kapitän Sergio Ramos
Getty Images

Real-Kapitän Sergio Ramos


Real Madrids Kapitän Sergio Ramos hat im öffentlichen Disput mit Teammanager Jürgen Klopp vom FC Liverpool nachgelegt und dessen Kritik an seiner Spielweise im Champions-League-Finale gekontert. "Er versucht, die Niederlage zu erklären. Aber es ist nicht das erste Endspiel, das er verloren hat", sagte Ramos vor dem europäischen Supercup gegen den Stadtrivalen Atlético Madrid in Tallinn am Mittwoch (21 Uhr, TV: Sky).

Real hatte das Finale Ende Mai 3:1 gewonnen. Abwehrspieler Ramos war dabei mit einer überharten Spielweise aufgefallen. Nach einem Sturz durch eine Ringkampfeinlage des Spaniers hatte zunächst Liverpools Offensivstar Mohamed Salah ausgewechselt werden müssen, der deutsche Keeper Loris Karius erlitt später durch einen Ellbogenschlag von Ramos eine Gehirnerschütterung. Klopp hatte Ramos' Finalauftritt zuletzt unter anderem als "rücksichtslos und brutal" bezeichnet.

"Ich habe nicht die Absicht, einen Spieler vorsätzlich zu verletzen", sagte Ramos und ergänzte in Richtung Klopp: "Einige von uns arbeiten seit vielen Jahren auf einem sehr hohen Level. Ich bin nicht sicher, ob er das von sich sagen kann." Zugleich zeigte sich Ramos versöhnlich: "Bei der Wahl des besten Trainers habe ich für ihn gestimmt. Er kann sich entspannen."

aha/sid



insgesamt 35 Beiträge
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Seite 1
Abel Frühstück 15.08.2018
1.
"Er kann sich entspannen" - oder wie man heute sagt: "Chill mal, du Opfer!" Das ist natürlich schon höhere Diplomatie und eine gelungene Deeskalation. Die UEFA tut sich keinen Gefallen, solche Spieler und Spielweisen zu dulden. So macht das Premiumprodukt CL keinen Spaß.
Thorkh@n 15.08.2018
2. Während ...
... Jürgen Klopp mit Anstand zu verlieren weiß, vermag es Sergio Ramos nicht, anständig zu gewinnen. Shame on you, Ramos!
Papazaca 15.08.2018
3. Ein echter Fuchs
Klar muß Ramos sagen, das er Salah nicht vorsätzlich verletzen wollte. Und was ist mit den vielen gelben und roten Karten? Schon klar! Und interessant wird es, wenn er seinen Erfolg (besser als Klopp) anführt. Und der rechtfertigt dann Körperverletzungen? Am besten wird es aber, wenn er sagt, er hätte Klopp zum besten Trainer gewählt. Ramos, ein echter Fuchs (mit oder ohne Hilfe einer PR-Agentur).
mir-san-mir 15.08.2018
4. Retourkutschen
fahren bekanntlich äußerst pünktlich. Ramos muss aufpassen. Der nächste Ellenbogen könnte natürlich völlig unabsichtlich in seinem Gesicht landen. Wer derart provoziert, darf sich am Ende nicht wundern, wenn er mit eigenen „Mitteln“ konfrontiert wird.
Steuerfuzzi 15.08.2018
5. Klopp hat wenigstens das Finale erreicht..
Ramos ist dagegen mit der spanischen Nationalmannschaft 2 mal hintereinander in der Vorrunde der letzten beiden WM ausgeschieden. Das ist genauso wahr wie die Erfolge von Real Madrid.
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