Hamburg - Es klingt ein bisschen nach Klassenfahrt, was sich vor dem Auswärtsspiel in Florenz beim AC Mailand zugetragen hat. Die Mannschaft, derzeit auf Platz drei der Tabelle, war per Bahn unterwegs zum Viertplatzierten. Und natürlich gab es mal wieder Ärger mit dem Klassenclown: Ein Zugbegleiter erwischte Mario Balotelli auf der Toilette, als der gerade eine Zigarette rauchte.
Milan-Boss Adriano Galliani, der ebenfalls im Zug saß, wurde sogleich informiert. Doch der Vorstandschef nahm es gelassen und beauftragte Nachwuchsstürmer M'Baye Niang damit, Balotelli die schlechte Nachricht zu überbringen: "Niang, du bist ein guter Typ. Geh und erzähle Mario, dass er sich soeben eine Strafe eingehandelt hat."
Sportlich hatte der Zwischenfall für Balotelli keine Konsequenzen: Der 22-Jährige stand gegen den AC Florenz in der Startelf. Sein Team vergab in Überzahl eine 2:0-Führung und spielte am Ende nur 2:2 (0:1).
Riccardo Montolivo brachte Milan in Führung (14. Minute), dann flog Abwehrspieler Nenad Tomovic wegen Foulspiels vom Platz (39.). Die Partie schien gelaufen, als Mathieu Flamini zum 2:0 traf (62.). Doch die Gastgeber, bei denen der Ex-Hoffenheimer Marvin Compper in der 30. Minute eingewechselt wurde, kamen noch mal zurück. Zwei verwandelte Foulelfmeter von Adem Ljajic (65.) und David Pizarro (73.) bescherten Florenz einen wichtigen Zähler im Kampf um die Europa-League-Qualifikation.
Der Raucher Balotelli konnte seinen bislang sieben Saisontoren zwar kein weiteres hinzufügen - hatte aber Luft für 90 Minuten.
luk/sid
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