Nach Doppeladler-Jubel Keine Ermittlungen gegen Mustafi

Die Schweizer Shaquiri und Xhaka bekamen wegen des umstrittenen Adler-Jubels bei der WM Ärger. Dem deutschen Nationalspieler Shkodran Mustafi blieben dagegen Konsequenzen nach einer ähnlichen Geste erspart.

Shkodran Mustafi gegen Cardiff
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Shkodran Mustafi gegen Cardiff


2014er-Weltmeister Shkodran Mustafi muss wegen seiner Doppeladler-Geste am Sonntag nach seinem Torerfolg (12.) für den FC Arsenal bei Cardiff City (3:2) keine Sanktionen fürchten. Wie der englische Fußball-Verband FA mitteilte, werden keine Ermittlungen gegen den Verteidiger eingeleitet.

Während der Weltmeisterschaft in Russland hatten die Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka im Vorrundenspiel gegen Serbien diegleiche Geste gemacht und waren dafür sanktioniert worden. Beide Profis mit kosovo-albanischen Wurzeln ahmten damals das albanische Wappentier mit ihren Händen nach, Teile der serbischen Fans werteten dies als Provokation. Shaqiri und Xhaka waren vom Weltverband FIFA daraufhin jeweils mit einer Geldstrafe von 8680 Euro belegt worden.

Der englische Fußball-Verband entschied im Fall von Mustafi, dass die Jubelgeste keine verbotene politische Äußerung darstellt. Auch Borussia Dortmunds Neuzugang Axel Witsel hatte Tore mit der Geste bejubelt und erklärte, er stelle damit einen Vogel dar, der fliegt und dabei wächst.

aha/sid



insgesamt 4 Beiträge
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herrschläfer 03.09.2018
1. politische Meinungsäußerungen
haben im Sport nichts zu suchen. Der Sport steht für sich, für Teamgeist und Völkerverständigung. Punkt
jsavdf 03.09.2018
2. Sie haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung
Wo kommen wir denn hin, wenn wir menschen verbieten ihre Meinung zu äußern? Dann schwillt das alles im dunklen und man wundert sich wenn es irgendwann ausbricht. Es gibt wahrlich genügend Interessierte, die gewillt sind solche Diskussionen zu führen, auch im Sinne des Rechtsstaates. Völkerverständigung kann nicht nur non-verbal laufen. Wichtig ist doch eine Diskussionskultur zu etablieren in der jeder gehört wird und jeder sagen darf was er denkt ohne dass einem an die Gurgel gegangen wird. Soetwas muss geübt werden. Und was fehlt wenn man solche Äußerungen verbietet: richtig! Die Übung. Wenn Menschen nicht mehr miteinander reden können, dann hat sich die ganze Evolution der Sprache nicht gelohnt.
herrschläfer 03.09.2018
3. Diskussionskultur auf dem Fussballplatz
Janee. Alles klar. Wo das hinführt sieht man regelmäßig auf den Fußballplätzen des Balkans. Sie scheinen da irgendwie Demokratie mit Sport zu verwechseln.
bushmills 03.09.2018
4.
Lieber Doppeladler als Schwalben. Erste zu sanktionieren, und letztere nicht, ist ein Ausdruck großer Inkonsequenz. Sollten politische Äußerungen bei Spielen unzulässig sein, sollte man außerdem jeden Spieler, der die Nationalhymne mitsingt, für diese Zuwiderhandlung bestrafen.
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