Hamburg - Hannover 96 darf weiter vom europäischen Wettbewerb träumen. Durch den 3:2-Erfolg (1:1) gegen Greuther Fürth klettert das Team von Mirko Slomka zumindest vorübergehend auf den neunten Tabellenplatz und ist nur noch vier Punkte von einem Europa-League-Platz entfernt. Für die Fürther dürfte der Abstieg in die Zweite Liga drei Spieltage vor Schluss dagegen endgültig besiegelt sein. Trotz des Auswärtserfolgs gegen Nürnberg gelang der erste Heimsieg in dieser Saison wieder nicht. Greuther droht nun ein neuer Negativrekord in der Bundesliga: Noch nie hat einen Mannschaft ohne einen Heimsieg die Saison beendet.
Bereits vor dem Spiel hatte 96-Präsident Martin Kind die Europa League anvisiert. "Das Ziel ist, dass wir uns nachhaltig im oberen Tabellendrittel entwickeln", sagte er. Dirk Dufner, neuer Sportdirektor des Clubs, ruderte dagegen etwas zurück: "Präsident Martin Kind ist der Ansicht, dass die Europa League unser Ziel sein muss. Das finde ich auch, es darf aber keine Selbstverständlichkeit sein", sagte er beim Sportsender Sky.
Die bessere Anfangsphase hatte der Gastgeber aus Fürth. In der zehnten Minute kam Felix Klaus über die linke Seite zum Abschluss, der war aber zu ungenau. Nur eine Minute später hatte Edgar Prib auf der anderen Strafraumseite das 1:0 auf dem Fuß, der Mittelfeldspieler schoss aber über das Tor. Hannover dagegen hatte zunächst Schwierigkeiten, in die Partie zu finden und produzierte viele Fehler im Spielaufbau.
Abdellaoue trifft zur 96-Führung
Erst nach einer knappen halben Stunde kam seine Mannschaft besser ins Spiel. Der Führungstreffer nach Hereingabe von Didier Ya Konan durch Mohammed Abdellaoue (36. Minute) fiel dennoch überraschend. Es war das achte Saisontor für den norwegischen Nationalspieler. Der Ausgleich gelang der Spielvereinigung fünf Minuten später: Nikola Djurdjic war mit einem Sololauf erfolgreich und konnte 96-Keeper Ron-Robert Zieler überwinden.
In der zweiten Hälfte kämpften die Fürther weiter um den ersten Heimsieg der Saison und erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten. In der 58. Minute vergab Djurdjic nach Steilpass von Stephan Fürstner freistehend vor Zieler. Johannes Geis traf nach einem Freistoß nur die Latte (70.). Im strömenden Regen mangelte es den Spielern von Coach Frank Kramer immer wieder beim Abschluss. Das bestrafte Hannover in der 71. Minute mit der erneuten Führung. Konstantin Rausch schlug einen Eckstoß an den Fünfmeterraum, Andre Hoffmann köpfte rechts unten ein.
Fünf Minuten später hatte Hannover dann Glück. Fürths Djurdjic spielte den Ball zu Thomas Pledl, der frei vor Zieler auftaucht und den Ball rechts vorbeilegte. Die Kugel kullerte Richtung Tor - Hannovers Sébastien Pocognoli konnte auf der Linie klären. In der 82. Minute gelang Fürth dann der Ausgleich: Djurdjic stieg im Strafraum nach einem Freistoß zum Kopfball hoch und überwand Zieler. In der Schlussphase gelang Hannover doch noch der Siegtreffer. Sérgio da Silva Pinto traf nach Pass von Diouf.
Greuther Fürth - Hannover 96 2:3 (1:1)
0:1 Abdellaoue (36.)
1:1 Djurdjic (41.)
1:2 Hoffmann (71.)
2:2 Djurdjic (83.)
2:3 da Silva Pinto (87.)
Fürth: Hesl - Nehrig, Lasse Sobiech (45. Kleine), Mavraj, Baba - Geis, Fürstner (79. Nöthe) - Klaus, Park (65. Pledl) - Prib - Djurdjic
Hannover: Zieler - Hiroki Sakai, Haggui, Hoffmann, Pocognoli - Schmiedebach, da Silva Pinto - Ya Konan (69. Schlaudraff), Rausch - Abdellaoue, Diouf
Schiedsrichter: Kinhöfer
Zuschauer: 15.370
Gelbe Karten: Sakai (12.), Ya Konan (48.), Schmiedebach (71.), Haggui (82.) - Prib (49.)
joe
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