Primera División Barcelona verabschiedet Real aus dem Titelrennen

Der FC Barcelona hat auch den zweiten Clásico innerhalb von vier Tagen gewonnen. Das Liga-Rückspiel war ein erneuter Beweis dafür, dass Real Madrid wohl nichts mehr mit dem Titelkampf zu tun haben wird.

Real Madrids Luka Modric und Gareth Bale
REUTERS

Real Madrids Luka Modric und Gareth Bale


Der FC Barcelona hat den 275. Clásico gegen Real Madrid 1:0 (1:0) für sich entschieden. Bei harmlosen Madrilenen reichten Barça eine durchschnittliche Leistung und ein Treffer von Ivan Rakitic (26. Minute), um die Krise der Königlichen weiter zu verschärfen.

Real hat in der heimischen Primera División nun bereits zwölf Punkte Rückstand auf die Tabellenführer aus Barcelona. Rechnerisch ist eine Aufholjagd möglich. Doch diese Königlichen haben erneut gezeigt, dass sie für den Titelkampf zu harmlos agieren.

Wie schon am Mittwoch im Rückspiel um den Einzug ins spanische Pokalfinale, das der FC Barcelona deutlich 3:0 gewann, führte Barça den Madrilenen wieder einmal vor, woran es dem Starensemble derzeit mangelt. Denn obwohl Real die besseren Möglichkeiten hatte, waren es die Gäste, die das Tor trafen.

Barcelona durfte sich sogar grobe Fehler leisten

Nach einem Ballverlust von Toni Kroos im Angriff und einem simplen Doppelpass auf der rechten Seite lief Rakitic Sergio Ramos davon und hob dann den Ball über Torwart Thibaut Courtois hinweg ins Tor.

Selbst als der Torschütze in der zweite Hälfte den Ball am eigenen Fünfer quasi in den Lauf von Reals Sergio Reguilon klärte, schafften es weder Reguilon noch Vinícius Júnior, den Ball im Tor von Barcelona unterzubringen. So hatten die Tabellenführer keine Probleme, den Sieg über die Zeit zu bringen.

Für Barcelona war es nach dem 5:1 in der Hinrunde, dem 1:1 im Hinspiel um das Finale im spanischen Ligapokal und dem 3:0 im Pokal-Rückspiel der dritte Erfolg gegen den Dauerrivalen in dieser Saison. Real wartet bereits seit fast zwei Jahren auf einen Clásico-Erfolg.

sak



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ardiles 03.03.2019
1. Kroos? Von wegen galaktisch!
Das Spiel war eine Bestätigung dessen, was Bernd Schuster bei T. Kroos bereits feststellte: „Kroos spielt wie ein Dieseltraktor“.
bcpt8 03.03.2019
2.
Über weite Strecken eine Kopie des Clásico von vor vier Tagen: Barça hat offenbar Gefallen am äußerst ökonomischen wie effektiven Spiel gefunden (zumindest gegen den Erzrivalen), Real scheitert erneut mit letztlich stumpfen Waffen. Zielsicher (allen voran wieder der agile Vinícius) eigentlich nur beim Anvisieren des Gegners, der den aussichtsreichen Schussversuchen gerade im Weg stand. Wobei die Barça-Defensive, trotz häufiger Bedrängnis, diesmal handlungsschneller und z. T. geradezu "cool" wirkte beim Abschmettern der verzweifelten Real-Angriffe (Piqué z. B., als er zur Klärung riskant-lässig mit dem Ball entlang der eigenen Torlinie vorbei an ter Stegen und Seit' an Seit' mit Benzema bis zur Eckfahne lief und lief und lief, um diesen endlich abzuschütteln). Während Reals verschärfter Schlussoffensive zeigte dann der eingewechselte Vidal seinen Wert als "agressive leader" und Turm in der Abwehrschlacht. Für Dembélé hingegen scheint, wie schon in Dortmund, das eigene Verteidigungsdrittel Terra incognita zu bleiben - als Fremdkörper herumirrend ohne rechten Plan, wohin er sich denn orientieren soll. Aber selbst in vertrautem Offensivgefilde ohne den entscheidenden Genius bei seinen Abschlüssen, mit dem er weiland z. B. die Bayern aus dem Pokal kegelte. Und in einer Konterszene gestern völlig "strange" agierend, als er mit Raum und Zeit das Tempo am gegnerischen 16er plötzlich so verlangsamte, dass ihn die Real-Häscher umzingeln konnten und er ihnen schließlich ratlos den Ball überließ... Kroos, vorzeitig ausgewechselt (aber immerhin von Pfiffen verschont geblieben i. Ggs. zu Bale), konnte Bernd Schusters "Dieseltraktor"-Spott abermals nicht wirklich entkräften. Modric spielte den weit engagierteren Part und war zudem an zahlreichen Torraumszenen der Madrilenen beteiligt. Ramos wiederum ließ sich zwar bei Rakitićs Gegentreffer düpieren, nicht aber dabei lumpen, sein "bad guy"-Image mit drei ungeahndeten Aktionen mindestens nahe an der Tätlichkeit gegen Messi und Vidal zu füttern.
der_rookie 03.03.2019
3. Hm
Da ist jemand Sergio Ramos davongelaufen, hat das entscheidende Tor geschossen und musste nachher nicht ins Krankenhaus - da hatte S.R. die Meisterschaft anscheinend schon vor dem Spiel aufgegeben.
co2nogo 03.03.2019
4.
Real hat sich jahrelang von einem Spieler (Ronaldo) abhängig gemacht. Jetzt wo dieser Spieler weg ist, ist das System zusammen gebrochen. Die Madrilenen müssen bei Null anfangen, was heißt, dass einige Spieler gehen müssen und dafür neue Spieler kommen müssen. Nur so wird es funktionieren wieder eine klasse Mannschaft auf die Beine zu stellen.
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